Welcher Tag wäre für einen neuen Nationalfeiertag geeignet?

Posted Februar 9, 2010 by antifo
Categories: Bundesregierung, Geschichte, Kulturkritik

Nachdem der Tag der deutschen Einheit beim Volk nicht wirklich ankommt und von unseren Bereicherern zum “Tag der offenen Moschee” umettiketiert und somit gekapert wurde, denken Teile “unserer” Dressurelite offenbar darüber nach, einen neuen Nationalfeiertag einzuführen.

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Alan Posener: Die Gaskammern wurden nur erfunden

Posted Februar 8, 2010 by antifo
Categories: Antisemitismus, Bundesregierung, Kulturkritik

In seinem Interview Einige sind guter als andere mit der linken Kulturzeitung “Der Freitag” anläßlich seines Rauswurfes aus der Autorengemeinschaft “Die Achse des Guten” sagte Alan Posener:

Die Gaskammern wurden nur erfunden, um die Mörder zu entlasten. Aber das nur nebenbei.

Nachdem Posener das “nur nebenbei” gesagt hat, hat bislang niemand nachgefragt, wie er das eigentlich meinte.

Dennoch: Dem Anschein nach vertritt Posener Positionen, wie sie schon der Urvater der Holocaustleugnung Paul Rassinier vertreten hatte.

In der Wikipedia steht dazu:

Außerdem würden … einige seiner ehemaligen Mithäftlinge die Schrecken und allgemeinen Zustände des Konzentrationslagers, die er im Übrigen nicht leugnet, teilweise übertrieben oder verzerrt darstellen, oder in einigen Fällen gar komplett erfinden. Des Weiteren behauptet er, dass ein Großteil der Mißhandlungen und Todesfälle eben nicht durch die SS oder auf ihre Anweisung hin geschahen, sondern von Häftlingen, die Kapos, Blockältesten, Vorarbeiter, Stubendienste etc. waren, selber begangen wurden. In dieser eigenen Täterschaft, bzw. ihrer Leugnung oder Verdrängung, sieht er auch eines der Motive für Falschdarstellungen und Übertreibungen von ehemaligen Häftlingen, die damit versuchten von sich und ihrer Verwicklung in Grausamkeiten abzulenken.

Unter Adenauer gab es keine Abgrenzungsdebatten

Posted Januar 24, 2010 by antifo
Categories: Bundesregierung, Geschichte, Kulturkritik, Meinungsfreiheit, Menschenrechte

Aus Robert Spaemann: „Meinungsfreiheit eingeschränkter als in der Adenauer-Zeit“:

Robert Spaemann: „Meinungsfreiheit eingeschränkter als in der Adenauer-Zeit“

Es geht um Grundsätzliches: Im Konflikt mit der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM) erhält die „Junge Freiheit“ nun auch Unterstützung vom Philosophen Robert Spaemann. Er hält die Vorwürfe gegen den Chef der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“, Helmut Matthies, für empörend, weil sie „Teil eines Prozesses der zunehmenden Einschränkung der Meinungsfreiheit“ seien.

Mittlerweile sei die Meinungsfreiheit nach Auffassung des 1927 geborenen Spaemann „eingeschränkter als in der oft geschmähten Adenauer-Zeit“. Auch damals sei zwar „viel böse Polemik im Spiel“ gewesen, „aber es gab doch eine sehr viel stärkere Auseinandersetzung in der Sache. Trotz allem ist man auf die Argumente der Gegenseite eingegangen – und sei es nur, um zu zeigen, daß sie falsch sind.“ So sei es laut Spaemann in den fünfziger Jahren sogar möglich gewesen, in der Debatte den Stalinismus zu verteidigen.

Als „völligen Unsinn“ bezeichnet der Katholik im “Junge Freiheit”-Interview die in einer Pressemitteilung der EKM vertretene Auffassung, die Annahme des Gerhard-Löwenthal-Preises verletze die „Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus“. In der vergangenen Woche soll es laut “Junge Freiheit” aufgrund der Pressemitteilung zu einem Gespräch zwischen der Bischöfin der EKM, Ilse Junkermann, dem Urheber der Pressemitteilung, Oberkirchenrat Christhard Wagner, dem idea-Vorsitzenden, Pastor Horst Marquardt, und Helmut Matthies gekommen sein. Über die Annahme des Preises und die damit verbundene Außenwirkung bestünde demnach weiterhin eine unterschiedliche Einschätzung. Der EKM läge es allerdings fern, idea und Pfarrer Matthies mit Rechtsextremismus zu identifizieren.

Nach Auffassung Spaemanns hätte Matthies ohnehin nicht unredlich gehandelt, dies würden im Gegenteil die tun, die ihn dessen anklagen, „weil sie dem Prinzip folgen, alles, was rechts ist, in Zusammenhang mit Gewalt und Extremismus zu bringen“. In Wirklichkeit seien sich „die Extremisten links und rechts viel verwandter als die Gemäßigten und die Extremisten auf einer Seite“, behauptet Spaemann. Der Ort, von dem aus man ganz schnell ethisch bei den Nazis lande, sei der Linksextremismus, weil sich die Extreme berühren, so der Philosoph. Zu jeder „freien menschlichen Gesellschaft“ würde eine Linke und eine Rechte gehören, sonst würde es auch keine Mitte geben, so Spaemann.

Robert Spaemann hat Recht: Einen derart großen Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung gab es unter Adenauer nicht. Wer’s nicht glaubt, der stöbere mal in den Online-Archiven von Zeit und Spiegel. Ohne die Junge Freiheit wäre die bundesdeutsche Presselandschaft heute um einiges ärmer. Das peinliche Gezetere der EKM um die Verleihung des Gerhard-Löwenthal-Preises an Helmut Matthies bestätigt die Verarmung ja geradezu. Wenn jemand mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet wird, ist das ja auch kein Grund zur gesellschaftlichen Ausgrenzung des Preisträgers.

Abgrenzungsdebatten, wie sie heute üblich sind, wären zu Zeiten Adenauers schon deshalb nicht möglich gewesen, weil man sich noch sehr gut an die Praxis der  journalistischen Gleichschaltung unter dem Nationalsozialismus erinnerte:

Neben den Presseanweisungen wurde die inhaltliche Steuerung der Presse auch über die Nachrichtenagenturen betrieben. Die meisten deutschen Zeitungen hatten keine eigenen Korrespondenten in Berlin und waren deshalb auf die Informationen der Agenturen angewiesen. Die beiden Nachrichtenagenturen der Weimarer Republik, das Wolffsche Telegraphenbüro (W.T.B.) und die Telegraphen Union (TU), fusionierten bereits am 1. Januar 1934 zum Deutschen Nachrichtenbüro GmbH (DNB). Sämtliche Anteile des Unternehmens waren im Besitz des Staates, der auf diese Weise für einen Teilbereich der Presse ein Quasi-Nachrichtenmonopol besaß. Neben herkömmlichen Meldungen verbreitete der DNB gelegentlich auch Auflagenmeldungen, welche die Zeitungen zwangsweise abdrucken mussten. Daneben gab es auch vertrauliche Anweisungen, die je nach Stufe der Geheimhaltung auf verschiedenfarbigem Papier an verschiedene Abnehmerkreise übermittelt wurden. Die Abhängigkeit des DNB vom Staat blieb dem Publikum nicht verborgen: Im Volksmund wurde die Abkürzung DNB mit „Darf Nichts Bringen” übersetzt (Frei/Schmitz 1999: 33).

Insgesamt muss konstatiert werden, dass die unzähligen Maßnahmen der inhaltlichen Indoktrination zu einem deutlichen Auflagenschwund bei der Tagespresse führte. Der „materielle Niedergang, verbunden mit einem qualitativen Rückgang, geistiger Uniformität und damit Sterilität von Inhalt und Form” führte zu einem deutlichen Verlust von „Glaubwürdigkeit und Zugkraft” (Abel 1968: 104). [9]

Von einer Abhängigkeit der Medien vom Staat kann heute zwar nur mit Einschränkungen gesprochen werden. Von einer Abhängigkeit vom Tiefen Staat aber eben schon. Daß unsere Medien heute nach dem “Darf nichts Bringen”-Prinzip funktionieren, wird von vielen Bürgern wieder so wahrgenommen. Daher ja auch der Auflagenschwund bei den etablierten Zeitungen, die Zunahme der Abonenten bei der JF und die Flucht ins Internet.

Das historische Vorbild der multikulturalistischen Gleichschaltung

Posted Januar 23, 2010 by antifo
Categories: Bundesregierung, Geschichte, Kulturkritik, Meinungsfreiheit

Viele Islamkritiker nehmen die unsere Medien als gleichgeschaltet wahr.

Um sich zu vergegenwärtigen, was Gleichschaltung bedeutet, ist der Artikel „Wir lügen alle”. Marget Boveris Bericht über das „Berliner Tageblatt” unter Hitler aus der Zeit vom Dezember 1965 sehr aufschlußreich.

Geschildert wird das Lavieren von Paul Scheffer, der ein Gegner des Nationalsozialsimus war, als Chefredakteurs unter den Bedingungen einer Meinungsdiktatur. Bevor das Berliner Tageblatt 1939 verboten wurde, gab es 1937 eine Pressekonferenz des Propagandaministeriums, in der Scheffer zur Rede gestellt wurde:

Zu dem ersten richtigen großen Krach in der Pressekonferenz des Propagandaministeriums kam es, weil das „Tageblatt” in einem Leitartikel gesagt hatte, daß die Völker mit intakten Religionsgemeinschaften, wie es sie beispielsweise in Italien und England gebe, den anderen Nationen an seelischer Spannkraft überlegen seien. Deutschland hingegen fehle die reguläre Verbindlichkeit. Ingenieur Berndt, der Sprecher des Propagandaministers, schrie Scheffer an, ob er denn nicht wisse, daß Alfred Rosenberg den „Mythus des 20. Jahrhunderts” geschrieben habe, dessen erster Band schon erschienen und dessen zweiter im Kommen sei. Zum Schrecken der Konferenzteilnehmer verbat sich Scheffer nicht nur diesen Ton der Belehrung, sondern setzte auch noch mit schneidender Ironie hinzu: „Im übrigen nehme ich zur Kenntnis, daß Deutschland jetzt eine Religion besitzt, von der der erste Band bereits 1937 erschienen. Scheffer mußte gehen. Ein SS-Mann aus dem Scherl-Verlag übernahm die Chefredaktion.

Auch wenn es heute kein Propagandaministerium mehr gibt, das Rosenbergs Mythos des 20. Jahrhunderts als redaktionelle Leitlinie einklagt, so läßt sich die Qunitessenz doch 1:1 ins Heute übertragen. Statt des Nationalsozialismus haben wir eben den von der EU verordneten Multikulturalismus in einem Staat, dessen politische Klasse das christliche Erbe unserer Nation verleugnet.

Zu den Kontinuitätslinien beim Kampf um die Kultur-Kolchose

Posted Januar 22, 2010 by antifo
Categories: Bundesregierung, Kulturkritik, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Niederlande

Die Aussicht auf den Prozess gegen Geert Wilders hatte in den vergangen Tagen zu einer ganzen Reihe von Feuilleton-Artikeln geführt, in denen heiß um die Stammtischhoheit in den deutschen Tageszeitungen zum Phänomen der Islamkritik gerungen wurde.

Nach Thierry Chervels Beitrag im Perlentaucher scheint sich die Frontline zwischen dem “Fundamentalismus der Aufklärung” und dem “Rassismus der Antirassisten” nun doch ein wenig zugunsten der Islamkritik verschoben zu haben. Die Zeit hat Chervel daraufhin nicht nur schwer gescholten, sondern geradezu panisch angegangen. Read the rest of this post »