Iran: Stärke des Westens oder Schwäche des Islam

Viele meinen, in der jetzigen Krise im Iran käme die Anziehungskraft westlicher Werte zum Ausdruck. Wie falsch dieses Mantra der Transatlantiker ist, dokumentiert die Unbeholfenheit von Artikeln wie Die postkoloniale Sehnsucht nach dem guten Islam, in denen man sich bemüht, die Argumente der Widersacher von extrem Links und extrem Rechts zu widerlegen, um einer offensiven Politik des Regime Change im Iran das Wort zu reden.

Die Krise im Iran ist vor allem Ausdruck der Schwäche der islamischen Republik, die durch die Selbstherrlichkeit der von Revolutionsführer Chamenei und seinem Wadenbeißer Ahmadinedschad angeführten Betonkopffraktion, in eine Sackgasse geführt wurde. Sich darauf zu einigen sollte an sich genügen.

Auf den Punkt bringt der Kommentator “Apollo” die Sache in dem Artikel Pundits, Get Out of Iran’s „Green“ Zone von Diana West:

Mousavi is part of a power struggle within the Islamonazi terrorist regime between reformists and conservatives. He is a true son of the revolution, a Khomenie jihadist wanting to restore the purity and spirit of 1979 and form a more deceptively softer, engaging, accomodating foreign policy.

But behind Mousavi are pro-democratic forces who want to be rid of the mullahs and want the imperfect, illiberal Moslem democracies that Iraq and Afghanistan have. The brutal crackdown is serving to swell the thirst for liberty increasing the number of anti-Khomenists who want a representative government and are ready to take up arms in their cause. Surely any of us would prefer such a government to the apocalyptic zealots who are leading Iran to destruction.

Über den Begriff des „Islamonazi terrorist regime“ kann man sich zwar streiten, aber wohltuend ist der nüchterne Realismus, der aus diesem Kommentar spricht, allemal.

Wenn es gelingt die Opposition samt ihres anti-Khomenistischen Anhängsels sanft zu unterstützen, dann besteht Hoffnung auf eine weniger doktrinäre Politikkultur im Iran, die die apokalyptischen Zeloten in die Defensive bringt. Sanft muß die Unterstützung sein, weil die Zeloten Mussawi sonst kinderleicht zur Marionette der USA erklären können, obwohl er das ja gerade nicht ist.

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4 Kommentare - “Iran: Stärke des Westens oder Schwäche des Islam”

  1. Noergler Says:

    Eine Schwäche des Islam ist es leider nicht. Zumindest ist Mussawi kein Reformer, auch er ist religiös sehr konservativ.

  2. Oliver Says:

    Alles irgendwie undurchschaubar. Aber es bewegt sich was. Auf jeden Fall ist das schon mal gut 🙂

  3. JafFlifsalawn Says:

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