Iran: Weshalb Mussawi keine Marionette der USA ist

Ein Artikel, der – wie mir scheint – gut recherchierte Hinweise auf eine Unterstützung Moussavi-freundlicher Gruppen durch das National Endowment for Democracy (NED) liefert. Hier der Ausschnitt, der mir glaubwürdig erscheint:

Arch neo-conservative Kenneth Timmerman spilled the beans on activities of the other arm of US meddling overseas, the obscenely mis-named National Endowment for Democracy, in a piece written one day before the election, stating curiously that “there’s the talk of a ‘green revolution’ in Tehran.” Interesting. I wonder where that “talk” was coming from. Timmerman did not appear to be writing from Iran.

Timmerman went on to write, with admirable candor and honesty, that:

“The National Endowment for Democracy has spent millions of dollars during the past decade promoting ‘color’ revolutions in places such as Ukraine and Serbia, training political workers in modern communications and organizational techniques.

“Some of that money appears to have made it into the hands of pro-Mousavi groups, who have ties to non-governmental organizations outside Iran that the National Endowment for Democracy funds.”

Daß die derzeitige Situation in Iran sehr viel Ähnlichkeiten mit den farbigen Revolutionen aufweist, hatte ich nie bestitten. Mir war nur nicht klar, wie Mussawi vom Wächterrat als Kandidat hätte akzeptiert werden können, wenn er wirklich eine Marionette der USA wäre. Meines Erachtens ist er das nicht.

Wenn die Aufgabe der NED darin besteht, eine Wechselstimmung zu befördern, dann spielt sie freilich die Rolle eines Katalysators, wovon Mussawi indirekt profitiert. Er wird aber dadurch nicht zur „Marionette der USA“. Der eigentliche Machtkampf wird schließlich innerhalb des derzeitigen iranischen Systems ausgefochten wird und ohne die Unterstützung von Leuten, wie Rafsandschani hätte er ja nie Präsidentschafts-Kandidat werden können. Daß die islamische Republik durch ein säkulares System ersetzt wird, glaube ich nicht, weil es keine Eliten gibt, die das durchziehen könnten.

An den Aktivitäten der NED mag man sich stören, weil das eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans ist, aber mit dem Export des schiititschen Glaubens durch die „Kulturabteilungen“ seiner Botschaften macht der Iran ja nichts anderes.

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