Archive for the ‘Video’ category

Corul Ison: Marturisiti-va Domnului

Juli 26, 2012

Syrien: Christliche Soldaten, die von islamistischen Terroristen ermordet wurden

Juli 10, 2012

Agni Parthene

Juli 8, 2012

Syrien: James Baker kritisiert Hillary Clinton

Juli 8, 2012

US-Außenministerin Hillary Clinton wird in ihren Wortmeldungen immer bombastischer und unglaubwürdiger. Am Freitag fiel sie beim Treffen der sogenannten „Freunde Syriens“ in Paris mit der leeren Drohung auf, daß Russland und China für ihr Festhalten an den Prinzipien des Völkerrechts „bezahlen“ müßten. Heute warnte sie vor einem „katastrophalen Angriff“, von dem sie aber natürlich hoffe, daß er vermieden werden könne.

Kofi Annan zeigte sich gestern in einem Interview mit der Le Monde zwar unsicher über einen Erfolg seines Vermittlungsplanes. Er sagte jedoch auch sehr klar, daß es nun mal keine Alternative gibt. Er wundere sich außerdem, daß „wenig darüber geredet wird, daß andere Länder Waffen und Geld schicken und im Land präsent sind“. Er bestätigt damit indirekt und kritisierte, daß militärische Einheiten in Syrien aktiv sind, etwa des britischen Geheimdienstes.

Daß Clinton am Ende mit ihrem Latein ist, zeigt die Charlie-Rose-Sendung vom 20. Juni 2012 (engl. Transkript), bei der auch der James Baker zu Gast war.

Der frühere Außenminister warnte darin (16:14 – 18:32) vor einer militärischen Einmischung Amerikas in Syrien —  auch vor Waffenlieferungen, weil das die USA „auf eine schiefe Ebene bringen“ wird. Seiner Auffassung nach wären Wahlen in Syrien der beste Weg, um aus dem Patt herauszukommen. Man solle Wahlbeobachter entsenden und das Ergebnis dann einfach akzeptieren. Nach Baker spräche auch nichts dagegen, daß Präsident Assad wieder zu den Wahlen antritt. Clinton hat während der Ausführungen Bakers immer brav genickt, um dann (18:32 – 20:48) wieder die Position abzuspulen, mit der sie die USA in die Sackgasse geführt hat.

Baker gehört den Republikanern an.

Israel: Ein jüdischer Staat?

Juli 7, 2012

Der wohl wichtigste Stützpfeiler israelzentrierter Islamkritik ist, daß Israel gegen den militanten Islam kämpft und daß Islamkritiker sich Israel deshalb besonders verbunden fühlen müßten. Nun ist es zwar richtig, daß militante Islamisten heute zu den gefährlichsten Gegner Israels zählen. Vor dreißig Jahren gab es Hisbollah und Hamas aber noch gar nicht. Die ideologische Orientierung des bewaffneten Widerstandes war bis dahin panarabisch-sozialistisch. Als Beispiel kann man die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) nennen, die im Oktober 1977 die Lufthansa-Maschine „Landshut“ entführte. Auch die in der PLO zusammengeschlossenen Gruppen hatten und haben eine arabisch-säkulare Ausrichtung.

Der Konflikt in Palästina ist also keine religiöse Auseinandersetzung zwischen Islam und Judentum, sondern zwischen Arabern und Juden. Auch Israels Staatsgründung hatte mit dem Judentum eigentlich nichts zu tun. Die jüdische Religion verbietet ihren Gläubigen die eigenmächtige Rückkehr aus der Diaspora, so daß Zionismus und Judentum  tatsächlich gegeneinander stehen und einander feindlich gesonnen sind. Hinzu kommt, daß die meisten der Gründer Israels Sozialisten waren und somit höchstens einen schwachen Bezug zur jüdischen Religion hatten.

Historisch gesehen ist der Zionismus kein Gegner, sondern der Keim des gegenwärtigen militanten Islam. Er wird es auch bleiben, solange man sich nicht eingesteht, daß es keinen „jüdischen Staat“ in Palästina geben kann. Dieses Eingeständnis ist die Voraussetzung für die Verwirklichung der Einstaatenlösung, die Araber und Juden gleichberechtigt zusammen leben läßt. Differenzen würden dann nicht mehr mit Waffengewalt und Repression ausgetragen, sondern mit demokratischen Mitteln.

Zur weitergehenden Reflexion empfehle ich das Video „Wundervolles Land“, das ich hier gefunden habe: