Archive for the ‘Vatikanstaat’ category

Vatikan war gegen Resolution zu Diffamierung von Religionen

April 1, 2009

Laut dem Artikel Diskriminiertes Christentum vom Civitas-Instituts hatte sich der Vatikan bei der letzten Sitzung des UN Menschenrechtsrates gegen „Diffamierung von Religion“ als Merkmal zur Einschränkung der Meinungsfreiheit ausgesprochen:

Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Institutionen der UNO in Genf, Mgr. Silvano Tomasi, hat sich gegen diese Resolution ausgesprochen und betont, daß die das Recht auf freie Meinungsäußerung eng mit der Religionsfreiheit zusammenhängt:

„Wenn man beginnt, einem Begriff von Diffamierung Tür und Tor zu öffnen, der sich auf Gedanken gründet, dann läuft der Staat Gefahr, zu entscheiden, wann eine Religion diffamiert ist und wann nicht, und das richtet sich letztlich gegen die Religionsfreiheit. So kann zum Beispiel die juristische Anerkennung dieses Prinzips einer abstrakten Auffassung von Diffamierung der Religion dazu verwendet werden, Gesetze gegen die Blasphemie zu rechtfertigen, und diese werden, wie wir ja wissen, in manchen Staaten dazu genutzt, religiöse Minderheiten anzugreifen, und das sogar unter Anwendung von Gewalt.

Von humanistisch-atheistischer Seite wird ja immer gern gemutmaßt, daß es ein heimliches Bündnis zwischen Islam und Papsttum gäbe. Wenigstens in Bezug auf die Meinungsfreiheit läßt sich dieser Vorhalt kaum mehr halten.

Mgr. Silvano Tomasi vor dem UN Menschenrechtsrat

Mgr. Silvano Tomasi vor dem UN Menschenrechtsrat

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Moskauer Patriarchat stützt den Papst

März 20, 2009

Papst Benedikt XVI., der anläßlich seiner Afrika-Reise von der Qualitätspresse wegen seiner klaren Haltung zu Aids und Kondomen derart zum Hassobjekt gemacht worden war, daß grün-alternative Jungfunktionäre zu verstehen gaben, daß sie keine Hemmungen hätten, ihn in eine Irrenanstalt zu stecken, bekommt jetzt Unterstützung vom der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK).

Die russisch-orthodoxe Kirche unterstützt die Position Benedikts, Kondome nicht nur zur Verhinderung von HIV-Infektionen, sondern auch generell abzulehnen. 

Erzpriester Vsevolod Chaplin erklärte hierzu als Pressesprecher im kirchlichen Außenamt des Moskauer Patriarchats:

Es ist falsch Kondome als Wundermittel gegen AIDS zu betrachten. Durch Empfängnisverhütungsmittel kann AIDS nicht verhindert werden, sondern nur durch Erziehung und ein rechtschaffenes Leben. Menschen, die ein sündhaftes, zielloses und sinnloses Leben führen, die Drogen nehmen und unzüchtig sind, werden früher oder später daran sterben. Kein Kondom und keine Medizin kann das verhindern. Es gibt eine ganze Reihe von Organisation, die sich zu AIDS äußern und damit versuchen die Idee der sexuellen Freiheit zu bewahren und gleichzeitig gegen AIDS zu kämpfen. Diese beiden Sachen zu versöhnen ist aber nicht möglich.

Durban II: Was will eigentlich der Vatikan dort?

März 20, 2009

Unter Vatikan nimmt an Anti-Rassismuskonferenz der UNO teil ist als Grund zu lesen

Der Pressesprecher des Vatikans, P. Lombardi SJ, erklärte indessen, dass die Vertreter des Vatikans an ihrer Teilnahme festhielten. Der Heilige Stuhl werde bei der Zusammenkunft gegen jeglichen Rassismus und Antisemitismus intervenieren, was allerdings keine Zustimmung zu dem umstrittenen Entwurf des Schlussdokuments bedeute.

Nicht um etwas im positiven Sinne zu erreichen, sondern um etwas zu verhindern will man also teilnehmen. Muß man ja auch, weil es da ja gegen den Rassismus geht, denkt sich Lombardi.

Eine Delegation des israelischen Großrabbinats hatte den Vatikan letzte Woche aufgefordert, sich bei der Konferenz gegen einen „Angriff auf den jüdischen Staat“ zu stellen. Das geplante Schlussdokument trage einen „offen antisemitischen Charakter“, sagte Oberrabbiner Schar Jischuw Cohen bei einer Begegnung mit Papst Benedikt XVI. am vergangenen Donnerstag (ZENIT berichtete). Die Erklärung ignoriere die Bedeutung und die Lehren der Schoah. Cohen kritisierte, der Textentwurf der UN-Konferenz stelle eine Vorverurteilung Israels dar. Dabei würden „willentlich die wahren Täter der institutionalisierten Diskriminierung und Menschenrechtsverletzung“ außer Acht gelassen.

Wenn das israelische Großrabbinat den Vatikan auffordert, sich gegen einen „Angriff auf den jüdischen Staat“ zu stellen, kann ich das nachvollziehen. Nicht verstehen kann ich, weswegen der Vatikan dafür bei Durban II teilnehmen müßte. Die Shoah mag so bedeutsam sein, wie sie will. Den OIC-Staaten bedeutet sie überhaupt nichts und durch so ein Abschlußdokument wird sich das auch nicht ändern.

Nicht anders als der UN Menschenrechtsrat ist diese Konferenz eine Farce und Schande. Wenn der Vatikan daran teilnimmt, kann er nur noch mehr an Glaubwürdigkeit einbüßen.

Papst Benedikt XIV. winkt

Papst Benedikt XIV. winkt

Will Papst Benedikt seinen Delegierten die Hände derjenigen schütteln lassen, die auf taub schalten, wenn es gilt die Christen freizulassen, die bei ihnen daheim gefoltert werden, weil sie laut UN Zivilpakt nicht mal hätten getauft werden dürfen? Und wieso macht der Vatikanstaat überhaupt bei der UN mit?

Völlig recht hat der Papst dagegen bei der Kondomgeschichte. Was er in diesem Interview genau gesagt hatte, steht bei Kewil. Bei der hedonistischfuturistischen Grünen Jugend interessiert aber keinen. In deren Pressemeldung vom 18. März 2008 schreiben sie:

„Der Papst ist Irre!“

Zu den Äußerungen von Papst Benedikt erklärt Kathrin Henneberger, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND:

„Die Äußerungen von Papst Benedikt, Kondome würden nicht gegen AIDS helfen,
sind empörend und zeigen erneut: Der Papst lebt nicht in der realen Welt! Es ist unverantwortlich, wie er mit seiner falschen Propaganda das Leben von vielen Menschen aufs Spiel setzt. Allein im Jahr 2007 starben 2,1 Millionen Menschen an AIDS, drei Viertel davon in Afrika. Wir fordern den Papst auf, seine Äußerungen zurückzunehmen und sich mit seiner Ideologie des letzten Jahrhunderts aus der aktuellen Politik herauszuhalten.

das rot Markierte fordere ich auch. Nur wenn der Papst sich zu Kondomen äußert, ist das keine Politik. Er nimmt nur sein Recht auf Meinungsfreiheit wahr. Wer ihm das ernsthaft streitig machen will, sollte sich über das Totalitäre in seiner Ideologie klar werden.