Kurze Presseschau zu Joseph Ackermann bei Maybritt Illner

Im Zuge ihres Putsches hat Merkel auch den Notstand ausgerufen. Nur informell freilich, weil sonst ja die Notstandsgesetzgebung zum Zuge kommen müßte, denen sich die Studentenbewegung im Mai 1968 leidenschaftlich entgegen gestellt hatte.

So wurde im Mai 1968 gegen die Notstandsgesetze protestiert

So wurde im Mai 1968 gegen die Notstandsgesetze protestiert

Es ist nun sehr aufschlußreich zu sehen, wie sich dieser informelle Notstand im Zeitalter der Mediengesellschaft niederschlägt:

  • Unter dem Titel In Zeiten der Krise: TV-Kanzler Ackermann betätigt sich Harald Schumann im Berliner Tagesspiegel als Zuchtmeister der Mediokratie und kritisiert die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner dafür, daß sie ihn allein, d.h. „unbehelligt von lästigen Kritikern“, in ihre Sendung geholt hatte: „ZDF-Moderatorin Maybrit Illner gab Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann einen Status, der bislang nur Kanzlerin Angela Merkel gebührte.“ — Hier wird ein Personenkult betrieben, wie man ihn sonst nur in Diktaturen kennt. Falsch ist diese Darstellung ohnehin, weil mit Ackermanns Fernsehauftritt nicht etwa Merkels Kanzlerschaft in Frage gestellt war, sondern lediglich ihr selbstherrlich-präsidiales Gehabe, mit dem sie den Bundespräsidenten Horst Köhler immer mehr zum Statisten macht.
  • Ganz anders Holger Tschäpitz in der „Welt“: Geldanlagen: Börsianer nehmen Euro-Zone auseinander. Ein interessanter, weil sachlicher Artikel zu Anlegertrends. Er enthält wertvolle Informationen für all diejenigen, die sich um ihr Erspartes sorgen, weil ihnen klar ist, daß Merkels Politik zur „Euro-Rettung“ scheitern wird. Statt Herrn Ackermann langatmig und augenwischerisch zu maßregeln, wird er einfach nur kurz wiedergegeben: „Einflussreiche Finanzmarktakteure wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann äußerten Zweifel daran, dass Griechenland seine Schulden jemals zurückbezahlen kann.“ — Ein echtes Vorbild für hochwertige Berichterstattung!
Joseph Ackermann bei Maybrit Illner

Joseph Ackermann bei Maybrit Illner

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4 Kommentare - “Kurze Presseschau zu Joseph Ackermann bei Maybritt Illner”

  1. Geste Says:

    Haben wir in Berlin überhaupt eine deutsche Regierung oder ist sie doch eher ein Überbleibsel des alten DDR-Kaders? Erst wird Deutschland gegen seinen Willen in Lissabon verschachert. Dann begibt sich die Frau, die sich als deutsche Kanzlerin ausgibt, nach Moskau um den bolschewistischen Rotarmisten für ihre Verdienste für die heldenhafte Vergewaltigung von Millionen deutschen Frauen und die Ermordung und gewaltsamer Vertreibung wehrloser Zivilisten zu danken. Jetzt werden alle Deutschen nach dem Brüsseler Beschluss zwangsenteignet! Ist Deutschland ihr jetzt zum großen Dank verpflichtet?

    • Nonkonformist Says:

      Sie haben völlig recht, was diese Politik mit uns macht, noch schlimmer, wir mit uns machen lassen, ist
      mehr als ein Skandal! Wie schrieb doch der damals 80jährige Politik-Emeritus Wilhelm Hennis 2003 in der
      „FAZ“: die politische Klasse hat dem eigenen Volk den
      Krieg erklärt, dieser Krieg hat schon mindestens 2
      Todesopfer gefunden, nämlich Uwe Barschel und Jürgen
      W. Möllemann! Es durfte in der „FAZ“ damals kein einziger Leserbrief dazu erscheinen, der Kommentar v. Prof. Hennis wurde nicht weiter thematisiert, vergessen! Aber sehen Sie die kürzliche NRW-Wahl: die Wähler sind anscheinden riegeldumm, sie wählen
      nicht einmal die Protestparteien, außer natürlich die Linke, mt ProNRW hätten sie aber dem System eine ordentliche Backpfeife versetzen können, nein,
      sie geben ihr nur 1,4%!

      • antifo Says:

        Was es braucht ist eine farbige Revolution in Deutschland. Ich bin mir auch sicher, daß es früher oder später dazu kommen wird. Daß ausgerechnet die New Yorker Börse uns nun dazu verhelfen wird, hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können. An den Börsen glaubt man zwar ans Geld, aber eben nicht nur. Da gibt es durchaus verschiedene Grundüberzeugungen. Wenn jetzt alle auf Joseph Ackermann eindreschen, dann natürlich deshalb, weil er denjenigen Auftrieb gibt, die nicht an den Segen und das Heil des mit der EUdSSR verzahnten Euro glauben. Die Deutsche Bank macht freilich auch international ihre Geschäfte, aber irgendwie ist sie eben doch eine Bank, bei der man in Begriffen des deutschen Nationalstaats denkt.

  2. Nonkonformist Says:

    Am interessantesten war aber Ackermanns Antwort auf die
    Frage nach Herrhausens Schuldenverzichts-Apell auf dem
    Weltbankenkongreß 1985 in Washington, in dem er hpts.
    US-Banken zum Verzicht ihrer Forderungen an die Dritte
    Welt aufrief, henry Kissinger, der Rockefeller-Angestellte, sagte damals über Herrhausen: Der Kerl ist frech geworden, er müßte eins auf die Schnauze bekommen!
    Anderthalb JAhre später war er tot, angeblich durch die
    RAF, ha ha! Ackermanns Antwort an Illner ließ erkennen,
    daß er nicht die RAF als Mörder ansah, sondern die höchsten Finanzplutokraten! Diese Antwort v. Ackermann
    mit ihrem Hintergrund wurde in keinem Medium themati=
    siert, ebenso, daß Kissinger in Dublin während der Trilateralen eine Haftbefehl in anderer Sache (War
    Crime) präsentiert bekam!


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