attac will Kirchentag „ein wenig aufmischen“

Laut dieses Focus-Artikels von heute hat der deutsche Distriktobere der Priestervereinigung, Pater Franz Schmidberger vor der Teilnahme an dem vom 12. bis 16. Mail in München stattfindenden Kirchentag gewarnt. Er weist darauf hin, daß dieser keine Orientierungshilfe für ein christliches Leben bringt, „sondern Orientierungslosigkeit, Verwirrung und einen Schritt mehr auf die Entwertung aller Werte hin“. Bereits das Forum Deutscher Katholiken hatte gegen das maßgeblich von Alois Glück (CSU) zu verantwortende Programm protestiert und darauf hingewiesen, daß die 28 Veranstaltungen zu „Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern“ eine mit Kirchensteuern betriebene Privilegierung von „Formen schöfpungswidriger Sexualität“ darstellen. Der Newsletter des „globalisierungsrkritischen Netzwerks“ attac gibt einen Vorgeschmack, was die Besucher sonst noch erwarten wird:

5) Politisch aktiv auf dem Ökumenischen Kirchentag!
12.-16. Mai in München: „Fair teilen statt sozial spalten!“
Unter dem obenstehenden Motto wird ein christliches Netzwerk, initiiert von Attac, den Kirchentag 2010 in München ein wenig aufmischen. Vom 12.-16. Mai werden wir die Großveranstaltung nutzen, um offensiv soziale Gerechtigkeit und Umverteilung einzufordern, unterlegt von Informationen, Aktionen, einem Attac-Stand – und ordentlich Werbung für die Finanztransaktionssteuer-Kampagne. Dafür suchen wir noch Unterstützung! Wer ist mit dabei und könnte uns in den Bussen, Sonderzügen und vor Ort unter die Arme greifen? Bitte melden bei Johanna Kulenkampff (Christinnen und Christen bei Attac).

Weitere Infos: www.attac.de/cal/4324
Webseite Netzwerk Ökumenischer Kirchentag: www.oekt-netz.de

„Aufmischen“ will man den Kirchentag hiermit:

Kamellogo

Vom 12.-16. Mai werden wir die Großveranstaltung nutzen, um offensiv soziale Gerechtigkeit und Umverteilung einzufordern. Das Kamel ist das „Logotier“ des Netzwerks: das Tier wird im Markusevangelium als das erwähnt, das eher durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel komme. Rund um dieses Symbol gibt es zahlreiche Aktionen und Aktivitäten: Es gibt Kamel-Buttons und hölzerne Ansteck-Kamele. Es gibt ein tolles Kamelkostüm für zwei Menschen sowie ein echtes, lebendiges Kamel. In den Sonderzügen und -Bussen nach München soll ein spezieller Reisebegleiter verteilt werden. Auf dem ÖKT wird das Netzwerk mit Attacs Hilfe Unterschriften unter einen Appell zu einem klaren Bekenntnis für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung sammeln. Gleichzeitig ist Attac mit einem eigenen Stand auf dem Kirchentag präsent. Attac sammelt dort – zusammen mit dem Bündnis „Steuer gegen Armut“ – zusätzlich Unterschriften für unsere internationale Petition für die Finanztransaktionssteuer. Und wenn alles klappt, machen wir mit Tausenden BesucherInnen mitten auf dem Kirchentag einen Riesen-Flashmob.

Außer diesem einen Vers aus dem Evangelium nach Matthäus enthält das tatsächlich nichts, was auf ein Bekenntnis zum Glauben an Christus den Erlöser schließen lassen würde. Für die „Christinnen und Christen bei Attac“ ist das auch gar nicht nötig. Ein „klares Bekenntis für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung“ und die Überzeugung, daß die Erlösung in der von attac propagierten Finanztransaktionssteuer liegt, genügt vollkommen. Getragen wird dieser häretische Mummenschanz von einem sich „Ökumenisch“ nennenden „Netzwerk“, das sich 2008 gegründet hatte, weil „die Kirchentage vor allem von unverbindlicher, politisch unkritischer Feierstimmung geprägt“ waren.

Was für ein bösartiger Rottengeist in diesen als Freizeiterlebnis für Jugendliche beworbenen „Events“ von attac wohnt, begreift man aber erst, wenn man sich vergegenwärtigt, welches Verhältnis die hohen Herren dieser Organisation zu politischem Terror haben: er wird befürwortet.

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One Comment - “attac will Kirchentag „ein wenig aufmischen“”

  1. Karl Eduard Says:

    Christus war für Straßenraub? Also wenn ich die Aufkleber so betrachte, die unser Küster am Autoheck spazieren fährt, dann hat der Geist Gottes die Kirchen schon lange verlassen.


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