Gedanken zu der Erklärung von Frau Hecht-Galinski in der Neuen Rheinischen Zeitung

Evelyn Hecht-Galinski

Evelyn Hecht-Galinski

Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter des zweimaligen Vorsitzenden des ZdJ Heinz Galinski, schreibt über Peres‘ Holocaust-Rede im Bundestag, bei der er von den nicht existierenden „Nuklearraketen“ Irans redete und den „geistigen Bürgerkrieg“ der „Broder-Gang“.

Daß ausgerechnet in der Neuen Rheinischen Zeitung, die einst ja von dem Satanisten Karl Marx gegründet worden war, vor einem „geistigen Bürgerkrieg“ gewarnt wird, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Vom Grundsatz her gebe ich Frau Galinski teilweise aber Recht: Daß Peres im Bundestag von „Nuklearraketen“ redet, die der Iran jetzt schon besitze, und (fast) niemand widerspricht, zeigt, wie wenig souverän wir Deutschen speziell bei diesem Thema sind.

Westerwelle und Peres

Westerwelle und Peres

Meine Position ist mittlerweile, daß man uns vor einem eventuellen Krieg gegen den Iran sowieso nicht fragt. Das haben die Herrschenden nämlich noch nie gemacht. Von daher ist es auch belanglos, was ich davon halte und ich sehe auch nicht mehr ein, daß ich mir eine „historische Verantwortung“ für künftige oder vergangene Kriege, Massaker oder Genozide an die Stirn heften sollte. Es ist nämlich nicht mehr als eine geschickt gemachte Illusion, daß durch das allgemeine Wahlrecht „jeder Bürger“ Einfluß auf derart heikle politische Entscheidungen hätte, daß man ihm solch eine Verantwortung aufhalsen kann.

Ahmadinedschad

Ahmadinedschad

Theoretisch hätten wir das vielleicht, aber praktisch eben nicht.

Das hier finde ich auch nochmal amüsant:

Wo blieb die Nachfrage auf die unglaublichen Äußerungen von Peres schon vor Beginn seines Besuches, dass alle deutschen Juden nach Israel kommen sollten? Wofür haben wir also die ganzen Synagogen und Zentren? Wo bleibt die Antwort des Zentralrats der Juden in Deutschland? Oder geht dieser mit ihm konform? Stellen wir uns nur einmal vor, der türkische Premier Erdogan hätte so etwas den deutschen Türken vorgeschlagen. Wie groß wären das Entsetzen und die Kritik gewesen. Und die Islamophobie hätte damit neuen Auftrieb bekommen.

Daß jemand aufschreien würde, wenn Erdogan alle Türken zurückholen würde, kommt mir dann doch surreal vor.

Erdogan und Peres in Davos

Erdogan und Peres in Davos

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10 Kommentare - “Gedanken zu der Erklärung von Frau Hecht-Galinski in der Neuen Rheinischen Zeitung”

  1. Rika Says:

    Gerade heute hat sich der Iran zur „Atommacht“ erklärt!
    Was ja wohl nicht bedeutet, dass er Kernkraftwerke zur Energiegewinnung nutzt!
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,677196,00.html

    Wieso sollte Erdogan seine Türken zurück in die Türkei beordern, wenn er doch mit ihrer Hilfe prima auch hier in Deutschland türkischen Einfluss auf das politische Tagesgeschäft nehmen kann?

    Und was soll man von einem wie Erdogan halten? siehe : http://www.welt.de/politik/ausland/article6353908/Tuerkei-aergert-EU-mit-Grenzoeffnung-nach-Nahost.html

    Juden einzuladen, nach Israel einzuwandern, ist hingegen immer noch eine völlig legitime Angelegenheit, ist doch leider gar nicht auszuschließen, dass sich Übergriffe gegen Juden auch hier in Deutschland mehren werden – siehe nur die Zustände in Paris!

    Frau Hecht ist allerdings eine ganz eigene „Marke“, da enthalte ich mich jeden Kommentars … 😦

    • antifo Says:

      In allen anderen Fragen würde ich Fr. Hecht-Galinski widersprechen bzw. ihre Meinung für belanglos halten, aber bei der Kritik mit den „Nuklearraketen“ in Peres‘ Rede hat sie schlicht Recht …

      Im übrigen bin ich auch kein Freud des Iran in seiner derzeitigen Form. Dennoch ist es schlechter Stil, bei einer Holocaust-Gedenkveranstaltung zu lügen. Meiner Meinung nach sollte die Bundesrepublik solidarisch mit Israel sein, was aber nicht so weit gehen darf, daß uns an einem Angriff auf den Iran beteiligen. Bedenklich erschiene mir auch einen Freibrief ohne jeden Vorbehalt an Israel zu geben: Unsere Nibelungentreue zu Österreich hält man uns heute noch vor! Gerade weil Peres so dreist gelogen hat, wäre ein Freibrief falsch.

      Völkerrechtlich abgedeckt muß natürlich auch alles sein.

      • Rika Says:

        Meiner Ansicht nach hat Peres nicht „dreist gelogen“! Ich habe die Rede im Wortlaut der Übersetzung gelesen.
        Der Iran besitzt vermutlich NOCH keine Raketen, die mit nuklearen Sprengköpfen bestückt sind, wohl aber Trägerraketen, die diese Sprengköpfe aufnehmen können. Raketen, die nicht nur Israel, sondern auch Europa erreichen. Das ist unumstritten.
        Ich gehe davon aus, dass Peres das in seiner Rede meinte, zumal der Kontext diese logische Schlussfolgerung zulässt: „Ein Regime, dass mit Zerstörung droht und Atomkraftwerke und Nuklearraketen besitzt mit denen es sein eigenes Land wie auch andere Länder terrorisiert. Ein solches Regime ist eine Bedrohung für die ganze Welt.“

        Ich teile die Einschätzung Peres: Der Iran ist eine Bedrohung für die ganze Welt.

        Es wäre zynisch von mir, ihm einen gleichfalls „Übersetzungsfehler“ zuzugestehen,schließlich hat er seine Rede in Hebräisch gehalten, wie man es Herrn Ahmadinedschad immer wieder „zugute“ hält und meint, er habe nicht von der Auslöschung Israels geredet sondern nur das Löschen von der Landkarte gemeint …
        Nein, am Krieg gegen den Iran sollten wir uns in der Tat nur beteiligen, wenn wir direkt betroffen sind, aber vielleicht sollten wir unseren Technologietransfer in diese menschenverachtende Diktatur der Mullahs einstellen!

        Doch noch eine Bemerkung zu Frau Hecht, auch sie lügt schamlos und dreist!!! wenn sie behauptet, in Israel würden Palästinenser nur Araber genannt.
        In Israel werden die Palästinenser „Palestinians“ genannt – ich habe es selbst viele Male gehört und wer Lust hat, kann ja mal israelische Nachrichtensendungen anhören. Allerdings gilt diese Bezeichnung nicht für die israelischen Araber, die ja schließlich auch Israelis, also Staatsbürger des Staates Israel und keine Palästinenser (iSv. Bürger eines noch zu gründenden Staates Palästina) sind. Da muss Frau Hecht schon etwas differenzierter schreiben.

        Ihre Schmähschrift kann man eigentlich gar nicht ernst nehmen und vermutlich dreht sich ihr armer Vater im Grabe um, wenn er die Äußerungen seiner Tochter mitbekommt, der arme Mann!

      • antifo Says:

        Im diesem Wortlaut sagt er, daß Iran schon Nuklearraketen besitze. Das stimmt so nicht. Sie haben Trägerraketen und arbeiten langfristig sicher auch an einer Atombombe. Aber noch haben sie keine „Nuklearraketen“. Da gibt es nichts zu deuteln. Das war ja kein Plausch in der Bundestags-Kantine, bei dem man 5 mal gerade sein lassen, sondern eine hochoffizielle Stellungnahme!

        Daß der Iran eine Bedrohung ist, stimmt gleichwohl. Aber es ist doch klar, daß so eine Stellungnahme mal in die Geschichtsbücher eingehen könnte. Hier kannst Du Dir ein Bild davon machen, wie Historiker um Nuancen von Worten streiten. Ich laß mir doch nicht ewig die deutsche Geschichte vorhalten, um hier dann völlig unkritisch zu werden!

        Gegen einen Technologietransfer in den Iran bin ich auch. Mir ist auch vollkommen klar, daß dort ein menschenverachtendes Regime am Ruder ist und es wäre auch gut wenn es beseitigt würde. Nur mache ich mir keine Illusionen, daß sich die Situation der Christen dort verbessern wird. Um „Menschenrechte“ geht es da nämlich nicht. Das ist lediglich die Begleitmusik.

        Zu „Palästinenser“: Frau Hecht-Galinski schreibt nicht, daß das im heutigen Israel nicht üblich wäre, sondern daß es zur Zeit der Gründung Israels nicht üblich war. An der Stelle kann man ihr nichts vorwerfen, weil es eben stimmt. Damals gab s noch keine „palästinensische Nation“, weil das ein Begriff ist, den die Propaganda erst viel später schuf. Meines Wissens nach war das eine Idee des KGB.

        Recht hat sie auch, wenn sie sagt: „Der Missbrauch des 27. Januar, des sogenannten Holocaustgedenktages, hat dieses Jahr einen unrühmlichen Höhepunkt erreicht.“ Ja, es ist ein Mißbrauch! Die Menschen können an einem solchen Tag nicht klar denken, weil im Geiste ja immer die Toten von Auschwitz „mahnen“. Diese Art der Manipulation lehne ich als Christ ab, weil es Totenbeschwörung und Abgötterei ist:

        Wenn sich jemand zu den Geisterbeschwörern und Zeichendeutern wendet, dass er mit ihnen Abgötterei treibt, so will ich mein Antlitz gegen ihn kehren und will ihn aus seinem Volk ausrotten. (3. Mose 20, 6)

  2. Rika Says:

    Den Begriff „Palästinenser“ hat Yassir Arafat eingeführt als Propagandamittel in bewusster Abgrenzung zu den Arabern, die seit 1000en von Jahren in dem Gebiet des heutigen Syrien-Jordanien-Israel-Irak und Teilen von Saudi-Arabien siedeln – zum Teil eben als nicht sesshafte Ackerbauern, sondern als Viehzüchter- und hirten, die mit ihren Herden unterwegs waren.

    Seit der Staatsgründung haben die arabischen Staaten immer wieder die Losung ausgegeben, Israel zu vernichten. siehe:

    „Am 4. Juni trat der Irak dem Militärbündnis von Ägypten, Jordanien und Syrien bei und der irakische Präsident Abdur Rahman Aref kommentierte: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Dies ist die Gelegenheit, die Schmach auszulöschen, die man uns seit 1948 angetan hat. Unser Ziel ist klar: Israel von der Landkarte wegzufegen.“[11]“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Israel

    —-
    Nein, ich denke nicht, dass das Gedenken an die Toten der Shoah auch nur annähernd etwas mit dem von dir zitierten Bibelwort zu tun hat.

    Es geht ja nicht um Geisterbeschwörung, sondern um das Gebot „sachor“ ERINNERE dich. Dieses Erinnern wird ausdrücklich in der Bibel dem Volk Israel geboten – es gehört zur jüdischen Identität!
    Darum hat Peres auch vor dem Bundestag richtig gehandelt.

    Wenn du 3. Mose 20, 6 zitierst und dich daran orientierst, müsstest du auch das andere Bibelworte zur Orientierung wählen:
    Sacharja, Kapitel 8 oder Hesekiel 11, 14 -17

    • antifo Says:

      Also, ich sehe nicht wie Hes. 11, 14-17 ein Widerspruch zu 3. Mose 20, 6 sein sollte. Hes. 11, 14-17 bezieht sich darauf, daß das Volk Israel wieder im Heiligen Land wohnen soll. Gut.

      Bei 3. Mose 20, 6 geht es um Totenbeschwörung und Zeichendeuterei. Das ist nach meinem Verständnis immer dann gegeben, wenn jemand so tut, als könne er Tote befragen, deren Willen verkünden und verlangen, daß dieser Wille als politisches Zeichen für die Zukunft zu gelten habe. Genau das geschieht bei diesem abgöttischen Kult des Holocaust-Erinnerns andauernd. Siehe auch 1. Sam. 28, 3-25.

  3. Rika Says:

    Ich habe doch gar nicht von einem Widerspruch geredet, sondern davon, dass das Volk Israel nach wie vor unter Gottes Verheißung liegt!

    Nein, und nochmals nein!
    Das Gedenken der Toten der Shoa hat nichts, aber auch gar nichts mit Totenbeschwörung zu tun, es geht auch nicht darum, in ihrem Namen irgendetwas zu tun! Außer eben, dass man in Yad Vaschem ihnen tatsächlich wieder Namen gibt, gemäß der biblischen Aussage: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!“

    Die Toten der Shoa sollen eben nicht der Nazi-Planung entsprechend zu Schall und Rauch der Geschichte werden – auch wenn so schrecklich viele von ihnen ja tatsächlich in Rauch aufgegangen sind. Sie sind unverbrüchlicher Teil des Volkes Gottes. Das ist Sinn und Ziel des Erinnerns.

    Und gleichzeitig bedeutet es, aus der Geschichte zu lernen und niemals wieder die Vernichtung eines Volkes zu planen oder gar zuzulassen.

    Ich finde, dass du eine sehr harte, um nicht zu sagen schreckliche Einstellung der Tatsache gegenüber an den Tag legst, dass 6 Millionen Menschen umgebracht wurden. Wie kann man angesichts dieses Grauens von „abgöttischen Kult des Holocaust-Erinnerns“ reden? Es ist alles andere als ein abgöttischer Kult. Du solltest vielleicht mal nach Israel fahren und die Lebendigkeit und Zukunftsgewandheit des Volkes erleben, die Lebensfreude der Menschen, ihre Kreativität, ihren Humor.
    Dass sie ihrer Toten gedenken und sie beklagen – zumal es doch noch so viele Überlebende und Kinder von Getöteten gibt – das ist doch geradezu eine menschliche Pflicht.
    Und heißt es nicht auch: Wenn ich deiner nicht mehr gedenke, Jerusalem, verschmachten meine Gebeine“ damit sind doch nicht die Steine einer alten Stadt gemeint, sondern das Leben, die Menschen und der auch der religiöse Mittelpunkt eines ganzen Volkes!

    Wenn man schon einer Stadt nach biblischer Aussage gedenken soll, wieviel mehr den Menschen, die in dieser Stadt leben…!!!

    • antifo Says:

      Ich habe doch gar nicht von einem Widerspruch geredet, sondern davon, dass das Volk Israel nach wie vor unter Gottes Verheißung liegt!

      Nein, und nochmals nein!
      Das Gedenken der Toten der Shoa hat nichts, aber auch gar nichts mit Totenbeschwörung zu tun, es geht auch nicht darum, in ihrem Namen irgendetwas zu tun! Außer eben, dass man in Yad Vaschem ihnen tatsächlich wieder Namen gibt, gemäß der biblischen Aussage: “Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!”

      Die Toten der Shoa sollen eben nicht der Nazi-Planung entsprechend zu Schall und Rauch der Geschichte werden – auch wenn so schrecklich viele von ihnen ja tatsächlich in Rauch aufgegangen sind. Sie sind unverbrüchlicher Teil des Volkes Gottes. Das ist Sinn und Ziel des Erinnerns.

      Und gleichzeitig bedeutet es, aus der Geschichte zu lernen und niemals wieder die Vernichtung eines Volkes zu planen oder gar zuzulassen.

      Ich finde, dass du eine sehr harte, um nicht zu sagen schreckliche Einstellung der Tatsache gegenüber an den Tag legst, dass 6 Millionen Menschen umgebracht wurden. Wie kann man angesichts dieses Grauens von “abgöttischen Kult des Holocaust-Erinnerns” reden? Es ist alles andere als ein abgöttischer Kult. Du solltest vielleicht mal nach Israel fahren und die Lebendigkeit und Zukunftsgewandheit des Volkes erleben, die Lebensfreude der Menschen, ihre Kreativität, ihren Humor.
      Dass sie ihrer Toten gedenken und sie beklagen – zumal es doch noch so viele Überlebende und Kinder von Getöteten gibt – das ist doch geradezu eine menschliche Pflicht.
      Und heißt es nicht auch: Wenn ich deiner nicht mehr gedenke, Jerusalem, verschmachten meine Gebeine” damit sind doch nicht die Steine einer alten Stadt gemeint, sondern das Leben, die Menschen und der auch der religiöse Mittelpunkt eines ganzen Volkes!

      Wenn man schon einer Stadt nach biblischer Aussage gedenken soll, wieviel mehr den Menschen, die in dieser Stadt leben…!!!

      1.- 3.: Nach dem Fleisch ist Israel freilich weiterhin Gottes Volk. Aber nach dem Geist eben nicht. Lies z.B. Hebr. 8, 13. Nach dem Geist ist Israel ein Volk wie jedes andere auch. Als solches hat es zweifellos das Recht zu leben und sich zu verteidigen, aber wenn Du es in den Rang eines Weltmessias erhebst, dann machst Du aus den Toten des Holocaust einen Abgott. Der Frieden der Welt ist in Christus zu finden und nirgendwo sonst.

      4. Diejenigen, die Israel heute vernichten wollen interessiert der Holocaust aber nicht. Es ist ein Trugschluß, daß dieses Holocaust-Gedenken die Vernichtung dieses Volkes verhindern könnte. Israel tut besser daran sich diesbezüglich auf die Kampfesbereitschaft der IDF zu verlassen.

      5. Wie ich davon reden kann? Als die Bundesrepublik sich an der völkerrechtswidrigen Bombardierung Serbiens beteiligt hat, konnte das nur geschehen, weil der okkulte Herr Fischer auf dem Parteitag der Grünen zuvor die Toten von Ausschwitz beschworen hatte. Wenn er das nicht gemacht hätte, dann hätte diese ominöse Friedenspartei ja nie die Zustimmung zu diesem Kriegskurs gegeben.

      6. Um dieser Toten zu Gedenken braucht man keine derartigen Show-Veranstaltung zu inszenieren. Das nützt den Lebendigen gar nichts.

    • antifo Says:

      … aus der Geschichte zu lernen …

      Diesbezüglich empfehle ich „Zweihundert Jahre zusammen“ von Alexander Solschenizyn. Gelesen habe ich das zwar noch nicht, aber die Rezensionen, die ich gelesen habe, sind sehr vielversprechend:

      Ernst Nolte
      http://www.jf-archiv.de/archiv02/482yy47.htm
      http://www.jf-archiv.de/archiv03/473yy47.htm

      Arno Lustiger
      http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/1007/frankfurterbuchmesse/0002/index.html
      http://www.welt.de/print-welt/article271920/Klischees_einer_Vergangenheit_die_einfach_nicht_vergehen_will.html

      Ulrich M. Schmid
      http://www.nzz.ch/2001/08/11/fe/article7K87E.html
      http://www.nzz.ch/2003/02/17/fe/article8N9FY.html

      Arno Lustiger empfindet die Aufforderung Solschenizyns zum Lernen zwar freilich als Affront, aber das bedeutet nicht, daß es falsch wäre. Es bedeutet nur, daß es ihm aus persönlichen Gründen nicht möglich ist, diesen Schritt zu gehen und er begründet das ja auch so. Das ist zwar allemal verständlich, aber seine Kritik bleibt eben dennoch im Subjektiven.

      Ernst Nolte ist zwar verfemt, aber er ist der einzige, der sich in der Rezension auf die Aussagen des Buches bezieht.

      Auch Ulrich M. Schmid geht zwar auch diesen Weg, kann aber Solschenizyns Grundannahme nicht teilen. Eine Begründung dafür liefert er aber nicht.

      Daß ich die Sache von der russischen Geschichte her aufziehe, liegt daran, daß etwa Alfred Rosenberg seinen ‚Mytus des X. Jahrhunderts‘ ja nie geschrieben hätte, wenn nicht in Russland nach dem Oktoberputsch die Herrschaft des Antichristen begonnen hätte. So und nur so läßt sich das letzte Jahrhundert überhaupt begreifen.

      Interessant ist an der Stelle auch ‚Das Ende der Lügen. Russland und die Juden im 20. Jahrhundert‘ von Sonja Margolina:
      http://www.amazon.de/Ende-Lügen-Rußland-Juden-Jahrhundert/dp/3886804496
      Hier ein Ausschnitt aus einem Interview mit ihr:

      „Tragisch“ ist vermutlich auch die Sichtweise Hohmanns auf die deutsche Schuldverstrickung. Man könne das jüdische Volk als „Tätervolk“ betrachten, wenn man eine moralisierende Logik zu Grunde lege, die er aber zu Gunsten der tragischen Sicht nicht zu Grunde legen möchte.

      Margolina: Das deutsche Problem ist die Fixierung auf die Begriffe, zum Beispiel „Tätervolk“, den die Deutschen offenbar allein für sich reservieren wollen. Er hätte das Unwort nicht in den Mund nehmen sollen. Ich empfinde diese Fixierung zudem als masochistisch. Warum zählen denn eigentlich die Sozialdemokraten und all die anderen Deutschen, die gegen Hitler gestimmt und gekämpft hatten, nicht? Oder jene Deutsche, die in Dachau saßen, den Juden geholfen haben etc. Natürlich waren die meisten Deutschen Konformisten – genauso wie heute. Der Konformismus ist eine anthropologische Konstante, und deshalb will ich die These der deutschen Kollektivschuld nicht akzeptieren. Der Versuch Hohmanns, das deutsche Volk vom Stigma der Kollektivschuld durch die Stigmatisierung der Juden zu befreien, war sehr unglücklich und historisch irrelevant, weil die Sowjetgeschichte ziemlich anders verlief. Abgesehen davon, daß es eine große Frage wäre, ob Juden, die in der ganzen Welt zerstreut lebten, als „Volk“ definiert werden könnten. Dumm gelaufen.

  4. antifo Says:

    Ergänzung:

    Iran kann Uran im Prinzip auf 100 Prozent nachreichern
    http://de.rian.ru/world/20100211/125079292.html

    Das bringen die Russen in ihren Nachrichten und nicht etwa die USA.

    Reuters-Meldungen bestätigen das allerdings auf Basis der selben Quelle.


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