Das historische Vorbild der multikulturalistischen Gleichschaltung

Viele Islamkritiker nehmen die unsere Medien als gleichgeschaltet wahr.

Um sich zu vergegenwärtigen, was Gleichschaltung bedeutet, ist der Artikel „Wir lügen alle“. Marget Boveris Bericht über das „Berliner Tageblatt“ unter Hitler aus der Zeit vom Dezember 1965 sehr aufschlußreich.

Geschildert wird das Lavieren von Paul Scheffer, der ein Gegner des Nationalsozialsimus war, als Chefredakteurs unter den Bedingungen einer Meinungsdiktatur. Bevor das Berliner Tageblatt 1939 verboten wurde, gab es 1937 eine Pressekonferenz des Propagandaministeriums, in der Scheffer zur Rede gestellt wurde:

Zu dem ersten richtigen großen Krach in der Pressekonferenz des Propagandaministeriums kam es, weil das „Tageblatt“ in einem Leitartikel gesagt hatte, daß die Völker mit intakten Religionsgemeinschaften, wie es sie beispielsweise in Italien und England gebe, den anderen Nationen an seelischer Spannkraft überlegen seien. Deutschland hingegen fehle die reguläre Verbindlichkeit. Ingenieur Berndt, der Sprecher des Propagandaministers, schrie Scheffer an, ob er denn nicht wisse, daß Alfred Rosenberg den „Mythus des 20. Jahrhunderts“ geschrieben habe, dessen erster Band schon erschienen und dessen zweiter im Kommen sei. Zum Schrecken der Konferenzteilnehmer verbat sich Scheffer nicht nur diesen Ton der Belehrung, sondern setzte auch noch mit schneidender Ironie hinzu: „Im übrigen nehme ich zur Kenntnis, daß Deutschland jetzt eine Religion besitzt, von der der erste Band bereits 1937 erschienen. Scheffer mußte gehen. Ein SS-Mann aus dem Scherl-Verlag übernahm die Chefredaktion.

Auch wenn es heute kein Propagandaministerium mehr gibt, das Rosenbergs Mythos des 20. Jahrhunderts als redaktionelle Leitlinie einklagt, so läßt sich die Qunitessenz doch 1:1 ins Heute übertragen. Statt des Nationalsozialismus haben wir eben den von der EU verordneten Multikulturalismus in einem Staat, dessen politische Klasse das christliche Erbe unserer Nation verleugnet.

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