Was Linksliberale von Gaddafi lernen können

Bei Dolomitengeist gibt es einen aus dem Italienischen übersetzten Artikel zum Besuch Gaddhafis in Italien:

Eigentlich hätte der starke Mann aus Tripolis im Sitzungssaal des Senats sprechen sollen. Dies scheiterte jedoch an dem heftigen Widerstand linker Senatoren. Die Fraktionschefs hatten schon am Vorabend angekündigt, der „Colonnello“ werde seine Ansprache „nur“ in einer Neben-Aula halten.

Vor seiner Rede versuchte eine Delegation der Anti-Korruptionspartei „Italia dei Valori“ (Idv) aus Protest gegen libysche Menschenrechtsverletzungen Al-Gaddafi den ironisch gemeinten akademischen Titel „Laurea Horribilis Causa“ („Der schrecklichen Sache“) zu verleihen.

Auch bei dem weiteren Programm des Revolutionsführers kam es zu heftigen Protesten: Studenten der römischen Universität La Sapienza, wo Al-Gaddafi zu einer Debatte geladen war, pfiffen den Libyer aus.

Zuvor war es bereits zu Zusammenstößen zwischen den auf Al-Gaddafi wartenden Studenten und der Polizei gekommen. Vorgeworfen wird dem Revolutionsführer vor allem, dass Italien als Zeichen der engeren Zusammenarbeit seit kurzem Bootsflüchtlinge direkt wieder nach Libyen abschieben kann.

„Wenn ihr alle tausenden Immigranten hereinlasst, dann werdet ihr schon bald einen Diktator brauchen“, entgegnete Al-Gaddafi den Protestierern an der Universität. Die UN und zahlreiche Hilfsorganisationen hatten in den vergangenen Monaten die direkten Abschiebungen wiederholt kritisiert.

Daß es einen Gaddafi braucht, um den Linksliberalen mit ihren wohlfeilen Parolen von der „Festung Europa“ zu erklären, welche Fehler sie machen, zeigt einmal mehr, wie fernab jeder Realität deren politisches Denken ist.

Dazu paßt auch, daß ausgerechnet die Lega Nord den ersten schwarzen Bürgermeister in Italien stellt:

 

Sandy Can

Sandy Can

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One Comment - “Was Linksliberale von Gaddafi lernen können”

  1. Kassandra Says:

    Gaddafi spricht aus Erfahrung. All diese Diktatoren in den arabischen Ländern kennen ihr Volk und handeln mit entsprechender Härte. Die Kriminalität dort ist weniger hoch als hier. Diese Leute sind angewöhnt, dass die Polizei alle Vorgaben auch durchsetzt und nicht wie bei uns, wo die Polizei nach dem Motto „laissez faire“ handeln muss.


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