Wie weiter nach der Europa-Wahl?

Unter Europa rutscht nach rechts, Deutschland verharrt schreibt Frank Furter:

Eine Partei im Sinne der PVV müsste auch in Deutschland ihre Position eher aus liberalem als aus klassisch rechtem Gedankengut beziehen.

Bei Islamkritikern handelt es sich meist um aufgewachte Linksliberale, die sich zu Rechtsliberalen gemausert haben und parteipolitisch heimatlos sind. Eine neue Partei zu gründen macht wenig Sinn, weil eine Ein-Themen-Partei nie eine Chance hat. Der logisch gesehen richtige Schritt wäre also sich eine Kleinpartei auszugucken, bei der man eintritt und aktiv mitmacht. Ziel müßte es dabei sein, die brauchbaren Teile aller anderen Kleinparteien einzusammeln.

Könnte mir vorstellen, daß das mit der AUF-Partei hinzubekommen wäre. Nach meiner Einschätzung sind das gute Leute, aber der Partei fehlt der Biss. Rechtsliberale aus dem islamkritischen Milieu wären da eine gute Ergänzung.

Mit den Republikanern geht das nicht, weil die zu sehr im nationalen Lager verwurzelt sind. National ist zwar nicht per se schlecht, aber wer national wählen will, der entscheidet sich ohnehin für NPD/DVU.

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6 Kommentare - “Wie weiter nach der Europa-Wahl?”

  1. dwM Says:

    Kurz und zutreffend!

  2. kybeline Says:

    Ich glaube, dass es im Ausland überall besser aussieht als in Deutschland.
    Und wenn ich schon daran denke, dass Stuttgart einen grünen – möglicherweise einen Türken – zum Bürgermeister bekommt, könnte ich heulen!

  3. Mcp Says:

    Nicht der Liberal, sondern Freiheitlich. Das ist ein wesentlicherer Unterschied.

    • antifo Says:

      Es gibt wohl kaum eine Begriff, mit so einer Bandbreite an Deutungen wie liberal/freiheitlich. Beide sind im Grunde nicht zu gebrauchen, solange sie nicht wirklich definiert sind …

  4. Nikodemus Says:

    Die Frage ist, ob die Rechtsliberalen das christliche Profil mitmachen würden. Leider ist es ja so, dass die Kleinparteien dazu neigen, etwas sektenhaftes zu haben („reine Lehre“), während in den Volksparteien tendenziell alles möglich ist und auch akzeptiert wird.

    Im rechten Lager fehlt irgendwie die Initialzündung. Die kann man aber wohl nicht machen, die müsste einfach auftreten. Das abschneiden von AUF war – auch in Anbetracht der Unterstützung von Libertas – enttäuschend.

    • antifo Says:

      Der Theorie nach sollten Rechtsliberale sich sehr gut mit Christen verstehen.

      Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Gal. 5, 1)

      Das Problem ist wirklich das, was Du als „sektenhaft“ bezeichnest: Jede dieser Kleinparteien stammt aus einem anderen Mileu.

      Es bräcuhte eine Art Fusionskonzept, das sicherstellt, daß die Inhalte der Kleinstparteien nicht untergebuttert werden, sondern wachsen und gedeihen können. Man könnte bspw. das Konzept der Linken kopieren, die innerhalb der Partei verschiedene Strömungen kennt.

      Es gilt die verschiedenen politischen Richtungen unter einen Hut zu bringen, ohne daß diese Richtungen inhaltlich Abstriche machen müssen. Wenn das Konzept einer Partei verschiedene Strömungen vorsieht, dann ist man flexibler, als wenn man nur von Flügeln einer Partei redet. Wenn es in der AUF-Partei eine islamkritische, eine christliche, eine ökologische, eine rentenpolitische und eine familienpolitische Strömung usw. gäbe, dann wäre die Partei breiter aufgestellt, als sie es jetzt ist. Man kann dann mehr bekannte Einzelpersönlichkeiten auf den Wahlvorschlag setzten. Es wäre z.B. denkbar, daß Markus Beisicht von proKöln als Vertreter der islamkritischen Strömung auf dem Stimmzettel steht. Diejenigen AUF-Mitglieder, die andere Schwerpunkte haben, bräuchten lediglich die Legitimität der islamkritischen Strömung in ihrer Partei rechtfertigen und würden sich ansonsten zu den Sachfragen äußern, für die sie eben stehen.


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