Hakan Kivanc: Email an das Auswärtige Amt

Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier

Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD)

Diese Email habe ich heute an den Bürgerservice des Auswärtigen Amts geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

laut der Rheinischen Post von heute hat der türkische Generalkonsul Hakan Kivanc gesagt, daß wenn man Deutschen die Adern aufschlitzt braunes Blut herausfließt. Ich bin väterlicher- und mütterlicherseits Deutscher und fühle mich zutiefst beleidigt von diesen unfaßbaren Aussagen des Generalkonsuls über das Blut, das in meinen Adern fließt!

Noch mehr empört mich allerdings, mit welchen Worten der Generalkonsul die Aussagen (die von sechs Zeugen beeidet werden können) unglaubwürdig zu machen sucht!

Er sagt, daß deren „negative Haltung gegenüber der Türkei wohlbekannt“ sei.

Wie erklären Sie sich, sehr geehrte Damen und Herren, diese „negative Haltung“, wenn nicht durch den schweren Stand der in der Initiative Mor Gabriel vertretenen nationalen Minderheiten?

Gäbe es in der Türkei von heute keinen auf die Enteignung des seit 1.700 Jahren bestehenden syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel hinzielenden Prozess, dann hätten diese Minderheiten auch keinen Grund für eine „negative Haltung“! Die aramäische Sprache, die Jesus Christus gesprochen hat und in der Teile des Alten Testaments verfaßt wurden, ist in der Türkei seit 1997 per Gesetz verboten, so daß sie nur noch illegal unterrichtet werden kann! Dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus I. wird sein Titel streitig gemacht und das Priesterseminar, das die griechisch-orthodoxe Minderheit in der Türkei braucht, um nach dem Ableben Batholomäus I. das Patriarchat von Konstantinopel weiterführen zu können, ist geschlossen! Türkische Medien verbreiten die Sichtweise, daß Christen eine Bedrohung der türkischen Nation seien und liefern gewalttätigen Eiferern so den Vorwand bis zu Morden reichender Verfolgungen, wie etwa 2007 in Malatya, als vier Christen die Kehlen aufgeschnitten wurden.

Daher, sehr geehrte Damen und Herren, meine Fragen an Sie:

(1) Wie würden Sie diese Politik der Türkei von heute zusammenfassen, wenn nicht als ethnische Säuberung?
(2) Glauben Sie dem türkischen Generalkonsul, wenn er abstreitet, sich so geäußert zu haben?
(3) Welche Maßnahmen unternimmt das Auswärtige Amt, um der Christenverfolgung in der Türkei entgegenzuwirken?

Mit freundlichen Grüßen,
XXX aus XXX

Bitte sendet ebenfalls entsprechende Emails an das AA. Nur wenn man die Politik unter Druck setzt, folgt etwas aus diesem Skandal.

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22 Kommentare - “Hakan Kivanc: Email an das Auswärtige Amt”

  1. Alfons Huber Says:

    Wirkungsvoll ist es auch, wenn unsere Bundestags- und Europaabgeordneten öffentlich zu diesen hier angesprochenen Themen bei http://www.abgeordnetenwatch.de befragt werden.

    • antifo Says:

      Mit Abgeordnetenwatch hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht. Wegen der Konfliktträchtigkeit der Probleme hatte ich mich dazu entschlossen nicht unter Realnamen zu posten. Solange die Politiker mit der Frage etwas anfangen konnten, haben sie sie beantwortet. Wenn es aber diffizil wurde, haben sie sie abgewiesen, weil sie gegen die Moderationskriterien verstößt. Meiner Auffassung nach erreicht man mit Emailkampagnen mehr, weil sich Politiker/Behörden da nicht derart unter Druck gesetzt fühlen und somit auch etwas vernünftiger damit umgehen können.

    • Frank Borgmann Says:

      Bei abgeordnetenwatch werden unangenehme Fragen nicht zugelassen oder nachträglich gelöscht. Diese Plattform tritt teilweise als Anwälte der Abgeordneten auf. Politiker können auf abgeordnetenwatch lügen bis sich die Balken biegen, aber der Fragesteller muss alle seine Behauptungen mit Links zu Zeitungen oder von abgeordnetenwatch abgesegneten Seiten schalten.
      Die Linksgrünen schreiben immer mehr vor, was geschrieben werden darf und was nicht!

  2. Marco Says:

    hallo,
    es wäre immer schön und von vorteil, wenn bei aufrufen zu einer rund- oder massenmail auch gleiche eine geeignete vorlage zur verfügung stehen würde, die man kopieren und versenden kann. es hat nicht jeder zeit sich etwas sinnvolles zum thema einfallen zu lassen. die masse machts. um so einfacher um so besser.
    gruesse,
    marco

  3. Frank Borgmann Says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie lange müssen wir Deutsche uns den türkischen Rassismus gefallen lassen? Wo werden Grenzen gesetzt? Warum werden wir Deutsche nicht gesetzlich gegen Deutschenfeindlichkeit geschützt? Das europäische Parlament hat doch entschieden, dass es ein rassismusgesetzt gibt. Wann wird dieses Gesetz für die BRD umgesetzt? Ist überhaupt geplant Deutschenfeindlichkeit unter Strafe zu stellen? Hat die Türkei Narrenfreiheit in Europa? Soll die Türkei, die unsere werte nicht anerkennt wirklich der EU beitreten?
    Ich bin sauer darüber, dass unsere Bundesregierung zulässt, dass uns Türken straflos beleidigen!

    In der Hoffnung, dass endlich mal durchgegriffen wird und unsere Vertreter mal Courage zeigen, verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen.

    Frank Borgmann

    • A Gee Says:

      Seien Sie nicht naiv Herr Borgman, Deutschland will ein Feindbild schaffen. Sehen Sie die Demonstration gegen die Mosche in Köln. Auf der einen Seite sind die Behörden gegen die Türken äusserst tolerant, auf der anderen Seite strengstans gegen den Türkei-Beitritt in die EU. Man will einfach die Masse schleichend
      gegen die Türken motivieren, im Land einen Chaos schaffen. Nur im Chaos entpuppt sich der „Erlöser“. Und Deutschland braucht einen „Erlöser“.

  4. antifo Says:

    Hab jetzt nochmal entsprechende Emails an CDU, CSU, FDP und REP geschrieben. Von den anderen ist sowieso nichts zu erwarten und die SPD weiß schon davon, weil Steinmeier ja das Außenministerium führt. An Frau Lale Akgün (MdB, SPD) habe ich direkt geschrieben, weil sie sich meiner Beobachtung nach doch um eine integere Politik bemüht und pro Köln hatte ich natürlich auch benachrichtigt.

  5. antifo Says:

    Die Presseerklärung der Initiative Mor Gabriel mit der Forderung nach Abberufung von Hakan Kivanc als Generalkonsul findet sich hier:

    http://www.politblogger.net/images/PM_Aeusserungen_des_tuerkischen_Generalkonsuls.pdf

  6. Tom T. Says:

    Ich sehe keinen Skandal – Deutsche schimpfen über Ausländer, Ausländer über uns.
    Was solls?
    Sonst keine Probleme?

  7. Breitmeier, Adolf Says:

    Wenn das keine Germanophobie und Rassismus in Reinkultur ist, was dann. Manchmal rutscht einem halt etwas raus, das die wahren Absichten zeigt. In ,,Junge Freiheit“ zum 1. Mai Seite 10 steht ein Artikel über die wirklich gute Lobbyarbeit unsrer islamisch/türkischen Mitbürger. Leider zu wenig über die von Ignoranz und irrer political correctness unserer islamophilen Politiker geprägten Situation in unserem Lande. Wenn man an irgendeine …. watch schreibt, wird alles, was auch nur im Geringsten der Realität nahe kommt, erbarmungslos gelöscht. Mit freundlichem Gruß Adolf Breitmeier

  8. E. D. Says:

    Warum werden die schlechten Aussagen, die die Ausländer bzw die Türken machen, immer publiziert?
    Wenn ein Neonazi Aussagen über „aufschlitzen“ und „alle umbringen“ macht, geht das auf einmal keinen an, aber wenn die Türken mal ihre Meinung sagen, was sie von Deutschland denken, dann wird das alles total hochgeschaukelt bis es eskaliert.
    So unrecht hat der Herr Kivanc nicht, ich meine, als Ausländer hat man es hier echt schwer, man wird sofort verurteilt und in eine Schublade gesteckt und dann lässt man sich von den Einwohnern vorwerfen, dass man sich nicht genug integriert, aber die arbeitslosen deutscher Herkunft saufen sich zuhause alles zu recht und machen auch nichts, aber die werden nun mal nicht kritisiert.
    Zumindest sind die Türken keine Assis wie manch ein Deutscher und liegen nur faul zuhause rum!
    Andererseits muss ich sagen, dass Herr Kivanc seine Worter besser hätt überlegen sollen und es anders ausdrücken sollen, weil es auf andererseite auch sehr hart klingt.
    Mit freundlichen Grüßen

    • antifo Says:

      Mir scheint wir haben eine gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung davon, was die hiesige Presse problematisiert und was nicht. Auf die Ebene gegenseitiger Beschimpfungen sollte man sich nicht begeben. Mich wundert nur, daß Du den türkischen Generalkonsul mit einem Neonazi vergleichst. Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen. Danke für Deine offenen Worte an dieser Stelle.

      Hier der Beitrag der gestrigen Panorama-Sendung:

      http://de.sevenload.com/pl/mU1Vlpf/440×350/swf

      ich denke das kann man als Indiz dafür sehen, daß sich die Diskriminierung von Türken, die es in den 70er Jahren freilich gab, heute in ihr Gegenteil verkehrt hat.

      Darf ich hoffen, daß Du meinen Beitrag hier nicht als Diskrminierung siehst oder wäre das naiv?

  9. Jürgen Huber Says:

    Der Völkermord an den Armeniern war noch nicht genug
    –jetzt sind die anderen Ethnien mit ihren Religionen
    die Prügelknaben–die Türkei ist kein Rechtsstaat
    auch wenn viele Politiker es so sehen wollen.
    Viele gebildete Türken ( gibts auch ) die sich überall
    integrieren könnten und auch in Deutschland integriert sind können sich nur über Leute wie Kivanc-
    Alboga–Kazilkaya und andere wundern und haben wegen
    dieser Typen viele Probleme im Alltag und im zusammenleben mit den deutschen.

    mfg J.Huber

    • A Gee Says:

      Die Beschuldigung an Mord an Armeniern stammt eigentlich aus Deutschland, das fast sämtliche EU Staaten, nach Roland Freisler, zur Annahme gezwungen und zuletzt am 16.6.2005 als letzter, nach Roland Freisler Methode einsetig, im Bundestag genehmigt, versucht jetzt zur UNO und europäischem Parlament zu bringen um seine Tat vor 70 Jahren in den Hintergrund zu schieben, zu legalisieren, zu legitimieren und den Täter zu rehabilitieren. Man kann niemanden beschuldigen, solange seine Tat unbewiesen ist.

  10. A Gee Says:

    In den Kommentaren liest man als ob die Deutschen rein sauberes Hemd haben.

  11. EL CID Says:

    Es ist offensichtlich, dass mittlerweile jeder begriffen hat, dass die sog. Faschismuskeule das probateste Mittel ist, um Deutsche einzuschüchtern! So kaschieren gerade Türken gerne die Verbrechen, die von muslimischen Türken an Christen begangen wurden und werden. Das geht so weit, dass bereits jede Kritik am türkischen Habitus als rassistischer Akt beklagt wird! Ein Tätervolk will sich als Opfer verkaufen, um sich in Europa einen Bonus zu erzwingen, denn sowohl die Türkei, als auch der Islam haben in Europa noch so einiges vor! (Und wir lassen es zu!)

  12. A Gee Says:

    Die Türken haben Ruhe und Frieden gebracht, wo sie hin gegangen sind. Seht Istanbul, seit 1453, 556 Jahre hat die Stadt keinen einzigen Tag einen Krieg erlebt, Zeigen Sie mir eine entsprechende europäische Stadt. Zeigen Sie mir eine entsprechende Stadt, die an keinem einzigen Tag den Luftalarm erlebt hat. In Deutschland versucht man, wie vor 70 Jahren ein Feindbild zu schaffen um die zerstreute Nation zu vereînen und einen „Erlöser“ zu schaffen.


  13. Erklärung zum Ausgang des Prozesses Demirkaya gegen Çoban

    Aufgrund mangelnder Beweise wurde die einstweilige Verfügung des Herrn Demirkaya durch Urteil des Amtsgerichts Wuppertal (Az.: 35 C 249/09) vom 25.05.2009 und aufgrund der Unglaubwürdigkeit der beiden vorgelegten eidesstattlichen Erklärungen wurde der Prozess Demirkaya gegen Çoban zurück gewiesen.

    Um den Schaden gering zu halten, habe ich mich in den persönlichen Äußerungen meiner Presseerklärung bisher zurückgehalten. Ich habe die Wahrheit geschildert und meine persönliche Meinung außen vor gelassen.

    Ich lebe seit Ende 1968 in Deutschland. Ich habe die Aberkennung meiner türkischen Staatsbürgerschaft erlebt und lebte einige Zeit als Staatenloser. Seit 1976 bin ich deutscher Staatsbürger. Deutschland ist ein Rechtsstaat, ich glaube an das deutsche Recht.

    Ich bin ein Sohn einer türkisch-kurdischen Familie und Alewit. Dies waren aber nie die Gründe, um in Deutschland zu bleiben. Es ist auch kein Grund für mich aus meiner Herkunft Vorteile zur ziehen. Es ist auch kein Grund für mich, diese Art zur Akzeptanz für mich zur erschaffen.

    Meine Herkunft verleugne ich nicht, aber mein Dasein als ehrlicher Mensch ist für mich wichtiger, als meine Volks und Religionszugehörigkeit. Wenn eine Partei oder irgendjemand mit diesen Argumenten Politik macht, lehne ich das grundsätzlich ab.

    Die Angelegenheit um Mor Gabriel hat gezeigt, dass man mit Schlagwörtern in der Presse viel kaputt machen kann. Es ist nicht die Aufgabe der Presse, als erster über etwas zu berichten, sondern eine Sache zu recherchieren, die Wahrheit zu finden und darüber zu berichten. Gerade, wenn es politisch hochbrisante Themen sind, sollte man nicht voreilig urteilen.

    Die Angelegenheit des Klosters Mor Gabriel habe ich im November 2008 mit einem Aufruf in der türkischen Presse aktiviert. Seit dem ersten Aufruf in der türkischen Presse, auch in der internationalen Presse, habe ich, diese Angelegenheit betreffend, alle Presseartikel und jeden Schriftverkehr gesammelt. Es sind in etwas 1600 Seiten. Nur eins ich besitze nicht: „Das geglättete Gedächtnisprotokoll von Kubilay Demirkaya“. Die sogenannte angeblich vom türkischen Generalkonsulat heraus gegangene E. Post, Original und auch die Fälschung, habe ich in meiner Akte.

    Darüber hinaus noch mehr:. Es existiert genug Beweismaterial, auch dass ich unter Druck gesetzt wurde. Im Falle der genauen Darlegung der Angelegenheit könnte ich zur Verfügung stehen.

    In allen Zeitungen wird behauptet, dass Aussage gegen Aussage steht. Das ist so nicht richtig. Sondern, ich habe gegen Kubilay Demirkaya´ s 2 eidesstattliche Erklärungen 4 eidesstattliche Erklärungen entgegen zu setzen, und auch von den Teilnehmern, der so genannten Essensrunde, eine von allen unterschriebene Presserklärung. Ich möchte hier klarstellen, dass die beiden Personen die die eidesstattliche Erklärungen abgegeben haben, auf die sich Herr Demirkaya bezieht, 2 Tage zuvor in der besagten Presseerklärung die Vorwürfe gegen den Generalkonsul Hakan Kıvanç vehement zurückgewiesen haben. Leider wurde diese Tatsache in der deutschen Presse nicht erwähnt. Die Schreiben füge ich bei. Ich habe mit dieser Angelegenheit nicht geprahlt. Die Unterlagen hat die deutsche Justiz als Beweisvorlage bekommen, ich wollte nicht die deutsche Justiz beeinflussen oder für mich einen Vorteil zu meinem Gunsten schaffen.

    Außerdem habe ich noch nie eine Person zu Unrecht beschuldigt. Wenn ich mich über einer Person
    geäußert habe, hat es immer einen Grund gehabt.

    Ich denke, Herr Dr. Hans-Peter Uhl und Frau Dr. Kristina Köhler sollten ihre unüberlegten sprachlichen Schnellschüsse nochmal überdenken, sich bei dem Türkischen Staat und seinem Vertreter, Generalkonsul Hakan Kıvanç entschuldigen, um ihn zu rehabilitieren. Ihre Pflicht ist es, ihre Beschuldigungen und die Forderung der Amtsenthebung des Generalkonsuls öffentlich zurück zu nehmen.

    Begründung:

    1- Die Angelegenheit, von Kubilay Demirkaya fälschlich ins Rollen gebracht, hat den bilateralen Beziehungen Türkei – Deutschland geschadet und der Integrationspolitik einen großen Schaden zugefügt.

    2- Es wurde ein Unschuldiger Diplomat der Türkei ins falsche Licht gerückt. Ich betone nochmals, dass es sich bei den so genannten Beschuldigungen gegen Herrn Generalkonsul um eine Verleumdungskampagne handelt.

    3- Religionsverbände wurden gegeneinander gehetzt, Christen gegen Mohammedaner, Türken gegen Kurden, Alewiten gegen Sunniten. Es hat eine große Narbe in unserer Gesellschaft verursacht.
    Die Angelegenheit ging sogar soweit, dass meine persönlichen Belange, mein Beruf, meine künstlerische Arbeit und meine Berufung zum Professor, meine Lehrtätigkeit diffamiert wurden. Es wurde mir sogar unterstellt, mit dem türkischen Staat zusammen zu arbeiten. Warum sollte ich nicht als freiberuflich arbeitender Künstler mit dem türkischen Staat arbeiten dürfen. (Was zurzeit nicht der Fall ist) Entscheidet dies Herr Demirkaya? Meine persönlichen Daten, die auch noch schlecht recherchiert und nicht wahrheitsgemäß sind, an die Presse zu geben, zeigt, dass Herr Demirkaya versucht, die Öffentlichkeit für sich zu gewinnen, indem er den Gegner schlecht darzustellen versucht.

    Meine Tätigkeit als Professor geht zurück auf das Jahr 1988, als mir zum ersten Mal dieser Titel verliehen wurde. In diesen Jahren durfte ich noch nicht mal in die Türkei einreisen, weil ich dort als unerwünschter Ausländer galt.

    4- Als Künstler und Humanist lege ich Wert darauf, parteilos zu sein und nicht den Staat, sondern die Regierung kritisieren zu dürfen. Wie viele andere Intellektuelle sehe ich meine Aufgabe, mit meinen guten Vorschlägen zur Demokratie beizutragen.

    5- In der Angelegenheit um Mor Gabriel stehe ich nicht allein mit meiner Meinung. Diesbezüglich darf ich auf das Zitat von Frau Marianne Brückl, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, verweisen.
    Verwirrspiel um „Mor Gabriel“- Dient der Streit um das Kloster den Türkeigegnern als Vorwand?Verfasst von marianne brückl am Mo, 2009-05-04 17:44. FAZeitung

    (…)Wo die Einen versuchen, einen Konsens mit der Türkei und der Politik zu finden, um das Kloster zu retten, wird nun durch Zur-Schau-Stellung von Türkeigegnerschaft diverser Mitgliedsorganisationen der Initiative ein offener Konflikt provoziert. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Prozess um die Enteignung des Klosters einer Instrumentalisierung der radikalen Mitgliedsorganisationen unterliegt, zu denen die FASD sicherlich nicht zählt.(…)

    Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die Initiative Mor Gabriel sich für den Erhalt des Klosters Mor Gabriel in der Türkei einsetzt, vielmehr versucht die Initiative diese Angelegenheit für ihre eigenen politischen Ziele zu missbrauchen. Ich möchte hier betonen, dass nach meinem Kenntnisstand die Initiative Mor Gabriel nicht mehr existiert.

    Einige türkische, demokratische Verbände, wie Komkar und der AABF Alewitenverein, haben dies frühzeitig erkannt und sich von der Initiative Mor Gabriel distanziert.

    Die Türkei ist keine Bananenrepublik. Es gibt dort eine Rechtsprechung, die genau wie in Deutschland, unabhängig agiert. Dies beweist das Ergebnis des ersten Prozesses um das Kloster: der erste Prozess ging zugunsten des Klosters aus. Ich hoffe, dass der Verlauf der weiteren Prozesse ebenfalls so positiv für das Kloster ausfallen werden.

    Im Vorfeld wurde der europäischen Öffentlichkeit ein Gefühl vorgegaukelt, dass das Kloster den Christen entwendet werden sollte und die Eigentümer der Ländereien enteignet werden sollten. Das stellt sich nun als falsch heraus. Ich füge aktuelle Presseausschnitte bei.

    Die christliche Kultur ist ein Mosaikstein in der türkischen Kultur und nicht nur die im Ausland lebenden Türken, sondern auch die Türken in der Türkei setzen sich für den Erhalt des Klosters Mor Gabriel. ein. Als Beweis kann ich den Schriftverkehr vorlegen, den ich geführt habe…

    6- Mit solchen verbalen Attacken, wie es Kubilay Demirkaya beliebt zu agieren, kann es soweit führen, dass die in Deutschland lebende türkische Bevölkerung gegen einander aufgehetzt werden.

    Ist dies nicht der Beweis, dass Herr Demirkaya mit diesen „Methoden“, andere anzugreifen, sich selbst ins rechte Licht zu rücken und seine Popularität aufzubauen versucht. In seinen Internetauftritten sind mehrere Persönlichkeiten in dieser Art von ihm missbraucht worden.
    Herr Demirkaya beruft sich auch bei anderen Gelegenheiten gern auf seine Gedächtnisprotokolle…

    Es stellt sich die Frage, ob Kubilay Demirkaya für die Aufgabe eines Integrationsbeauftragten geeignet ist? Eine Partei, die Adenauers Erbe trägt, sollte sich dies genau überlegen. Außerdem ist es fraglich, ob eine Politik, die in Wahlkampfzeiten auf dem Rücken der türkischen Minderheit in Deutschland ausgetragen wird, eine ehrliche Politik ist?

    Hiermit fordere ich ausdrücklich, dass Kubilay Demirkaya von seinen Ämtern, auch bei der Partei CDU, die sich eine Volkspartei nennt, enthoben wird. Diese Entwicklung werde ich weiter verfolgen…

    Zum Schluss darf ich mich für die tatkräftige Unterstützung meines Rechtsanwalts Herrn Orhan Adar ganz herzlich bedanken.

    Prof. Dr. h.c. İsmail Çoban

    Wuppertal den 03.06.2009

    • Marianne Brückl Says:

      Dass hier eine Instrumentalisierung meiner Person stattfindet, zeigt das neuerliche Einstelldatum dieser Presseerklärung des Herrn Coban unter Einbeziehung meines Namens sowie einer Verfälschung des Zusammenhanges!

      http://pressemitteilung.ws/node/160755

      Pressemitteilung
      22.06.2009
      von Marianne Brückl

      Rein zufällig stieß ich Anfang letzter Woche auf eine Presseerklärung des türkisch-kurdischen Künstlers Coban, der mich aus der FAZ zitierte. Diese Presseerklärung wurde von turkishpress bei turkcom.org veröffentlicht.

      Ich betone noch einmal mit Nachdruck, dass ich mich für die syrischen Christen (Assyrer/Aramäer) und gegen die Ungerechtigkeiten im Schauprozess um Mor Gabriel einsetze und hier klar Position beziehe. Deshalb verwahre ich mich dagegen, in dieser Form instrumentalisiert und durch dieses Zitat in Zusammenhang mit der türkischen Community gebracht zu werden. Diese versucht dahingehend ihre eigene Position zu stärken, indem sie Personen und Zitate als Mittel zum Zweck benutzt, was eine rufschädigende Wirkung zur Folge haben kann. Ich stehe, um es noch einmal zu verdeutlichen, in keinster Weise auf der Seite der türkischen Community.

      Zudem habe ich in meinem Bericht von radikalen Mitgliedsorganisationen der Initiative Mor Gabriel gesprochen, mit denen ich sicherlich nicht auf die FASD und die anderen christlichen Vereine gezielt habe. Diese wurden selbst vorsätzlich von diversen Personen aus den Organisationen missbraucht, die diese Radikalität angeblich „frühzeitig erkannt und sich von der Initiative Mor Gabriel distanziert“ haben sollen, wie „Komkar“ und der „AABF Alewitenverein“. (Punkt 5. in nachstehendem Link – Erklärung zum Ausgang des Prozesses Demirkaya gegen Coban)

      http://www.turkcom.org/page.php?modul=Article&op=read&nid=180&rub=8

      Ich fordere hiermit die Turkcom.org nachdrücklich auf,

      1. künftig meinen Namen nicht mehr in irgendeinen Zusammenhang mit dieser Community zu bringen. Ich stehe nicht in deren Lager.

      2. umgehend die Löschung jeglicher im Netz und anderswo veröffentlichten sichtbaren Hinweise auf meinen Artikel, durch die für Außenstehende der falsche Eindruck eines Zusammenhanges zwischen mir und Turkcom.org entsteht, zu veranlassen,

      3. diese Löschung unverzüglich durch Erklärung schriftlich nachzuweisen.

      Aber ein guter Schachzug, dass Herr Coban selbst jetzt seinen Originaltext gerade jetzt einstellt, wo er diesen zuerst duch Turk.com verbreiten ließ.

      Das zeigt wieder einmal deutlich die Strategie gewisser Gruppen.


  14. Ich kenne Frau Marianne Brückl nicht persönlich, schätze aber ihren Einsatz als Journalistin für Weltkultur sehr. Ich habe alle ihre Artikel, die von ihr veröffentlicht wurden, gelesen. Fr. Brückl und ich vertreten beide die gleiche Meinung, was „Mor Gabriel“ betrifft.

    Ich habe sie in meiner Pressemitteilung zitiert, weil ich sie für eine sehr ernsthafte Journalistin halte. Dieses Zitat wurde vorher bereits in einer Zeitung veröffentlicht, ich hätte ebenso gut die Herkunft des gesamten Zeitungsartikels angeben können. Bedauerlicher Weise ist auch dieser Zeitungsartikel von Frau Brückl nicht fehlerlos. Die Wahrheit ist, die an der „Initiative Mor Gabriel“ teilgenommenen Organisationen sind in unserem Land demokratisch agierende Vereine.

    Zwei Vereine hatten sich von der Initiative rechtzeitig getrennt, sie sind keine extremistische Organisationen. Sie haben für die Integration ganz große Dienste geleistet. Sie haben rechtzeitig gemerkt, dass der Pressesprecher sie in dieser Angelegenheit für seine Karriere missbraucht hat. Der Herr Presse Sprecher hat versucht, uns mit seiner Dichtkunst für seine politische Richtung zu gewinnen. Bedauerlich ist, dass viele, ohne die Hintergründe zu recherchieren, auf ihn reingefallen sind…

    Hier mit betone ich nochmal, dass die innere Politik der Türkei oder die Religion weder Zankapfel der Vereine noch Wahlkampf-Thema und auch nicht Karrierebrett eines Einzelnen sein dürfen. Wir in Deutschland lebende Bürger distanzieren uns von diesen Machtkämpfen, denn sie schaden der von uns langjährig geleisteten Integrationsarbeit.

    Oben genannte Presserklärung wurde von mir an alle Zeitungen geschickt, bedauerlich ist, dass die deutsche Presse die Berichtigung nicht gemacht hat. Als langjähriger freier Journalist halte ich dieses Verhalten für fehlerhaft.

    Beweis: Aufgrund mangelnder Beweise wurde die einstweilige Verfügung des Herrn Demirkaya durch Urteil des Amtsgerichts Wuppertal (Az.: 35 C 249/09) vom 25.05.2009 und aufgrund der Unglaubwürdigkeit der beiden vorgelegten eidesstattlichen Erklärungen wurde der Prozess Demirkaya gegen Çoban zurück gewiesen

    Prof. İsmail Çoban


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