Werbeslogans halfen Nadja Benaissa nichts

Kathrin Henneberger, Sprecherin der Grünen Jugend

Kathrin Henneberger, Sprecherin der Grünen Jugend

Im Blog der Grünen Jugend findet sich eine Stellungnahme von Kathrin Henneberger, die den Papst in einer Pressemitteilung kürzlich als „irre“ bezeichnet hatte. Auslöser für ihre Stellungnahme war ein offener Brief vom Vorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung in der Erzdiözese München und Freising Andreas Deutinger.

Kathrin schreibt:

Wie Sie bestimmt selber wissen hat der Papst eine hohe Verantwortung in seiner Wortwahl, da viele Menschen an ihn und die Katholische Kirche glauben und seinen Worten folgen.

„Ich würde sagen, dass dieses Problem der AIDS-Krankheit nicht allein mit Werbeslogans gelöst werden kann. Wenn da keine Seele ist, wenn den Afrikanern nicht geholfen wird, kann das Übel nicht mit der Verteilung von Kondomen gelöst werden. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, das Problem zu vergrößern.“

Mit diesen Worten reduziert der Papst zum einen die sehr wertvollen Aufklärungskampagnen über AIDS zu bloßen Werbeslogans.

Richtig. Es sind Werbeslogans. Kathrin Henneberger glaubt Moral durch Werbeslogans ersetzen zu können, die sie als „sehr wertvolle Aufklärungskampagnen“ künstlich aufzuwerten sucht.

Daß man AIDS mit Werbeslogans nicht aufhalten kann, zeigt der Fall der No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa: 

Sängerin soll Partner mit HIV infiziert haben

No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa sitzt in Untersuchungshaft, weil sie trotz einer HIV-Infektion ungeschützten Sex gehabt haben soll. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung.

Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Dienstag mitteilte, soll sie in den Jahren 2004 und 2006 mit drei Männern ohne Schutz geschlafen haben. Einer der drei sei ebenfalls HIV-positiv, vermutlich infolge des Verkehrs mit Benaissa. Eine HIV-Infektion kann zur Immunschwächekrankheit Aids führen.

Vielleicht wäre es ja doch langsam an der Zeit, daß Kathrin Henneberger mal entschuldigt?

Nadja Benaissa

Nadja Benaissa, Sängerin bei No-Angels

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42 Kommentare - “Werbeslogans halfen Nadja Benaissa nichts”


  1. Es ist wichtig, dass Schutz vor HIV zum gesamt gesellschaftlichen Thema wird. Das es ganz normal wird, darüber zu reden und aus der Schmuddelecke rauskommt.

    Da der Papst Sex, der außerhalb der Ehe stattfindet, als unmoralisch einstuft, verhindern er dies.

    Leider wurde auch seitens der katholischen Kirche jahrelang AIDS als Strafe für unmoralisches Verhalten gewertet. Wie der von mir erwähnte Fall, der als Jungfrau in die Ehe gegangenen und an AIDS gestorbenen Sängerin Ofra Haza zeigt, das Virus trifft nicht nur „Schuldige“.

    Meine Moralvorstellungen sind eh andere, als die der katholischen Kirche.

    Freiwilligkeit, Ehrlichkeit, beidseitige Verantwortung bzgl. dem Schutz vor Krankheiten u. ungewollte Schwangerschaften – sind die Grundlagen für moralisch integere Sexualität. Sprich auch ein One-Night-Stand ist nicht verwerflich, wenn die 3 Konstanten eingehalten werden.

    DifferentStars

    http://lieinthesound.wordpress.com/2009/04/14/nadja-benaissa-sprachlosigkeit-kann-todlich-sein/

    • EinFragender Says:

      @lieinthesound
      Wie kommst Du darauf das die Einstufung des Papstes eine Diskussion verhindert? Eher ist es doch so das die Sichtweise des Papstes Sex aus der Schmuddelecke der reinen Triebe holt und dorthin befördert wo Sex hingehört: Liebe.

      „AIDS – Strafe für unmoralisches Verhalten:“ Wer sagt das?

      „Meine Moralvorstellungen sind eh andere, als die der katholischen Kirche.“
      Traurig für Dich. Schade das Du nicht mitbekommst wie schön es sein kann Sex und Liebe zu verbinden.

      „Sprich auch ein One-Night-Stand ist nicht verwerflich, wenn die 3 Konstanten eingehalten werden. “
      Ohje … Du hast Probleme. Was steuert Dich, das Du Dir darüber solche Gedanken machst?


      • Leider hast du nur einen Teil meiner Kommentare gelesen. Ich weiss wie schön es ist Liebe und Sex zu verbinden. Ich weiss aber auch wie schön es ist, Sex mit jemandem zu haben, den ich mag, aber nicht liebe.

        Deine Sicht halte ich eher für sehr verklemmt.

      • EinFragender Says:

        @lieinthesound
        Ich habe schon gelesen was Du gesagt hast und wie wenig Du Liebe und Sex miteinander verbindest sieht man an Deinen Bekenntnis zum One-Night-Stand. Ist nun mal so.

        „Deine Sicht halte ich eher für sehr verklemmt.“
        Das ist das übliche Aussage von Leuten wie Dir, wenn die Argumente ausgehen. Sorry, aber ist nun mal so.

        Warum beantwortest Du nicht mal meine Fragen?

  2. Tim Says:

    Erst vor knapp einem Monat hat Benaissas Bandkollegin Lucy Diakowska an einer Aids-Kampagne teilgenommen. Auf Plakaten wirbt sie mit den Worten: „Ich habe Aids … nicht vergessen. Und du?“
    http://www.vergissaidsnicht.de
    Wusste sie davon und hat sich deshalb für die Kampagne eingesetzt?

  3. antifo Says:

    „Leider wurde auch seitens der katholischen Kirche jahrelang AIDS als Strafe für unmoralisches Verhalten gewertet.“

    Der Turm in Siloah fiel auch auf Menschen, die nicht schuldiger waren, als andere. Trotzdem kann es die Kirche sich nicht leisten, hier ihr Wort nicht zu erheben … und sei es nur deshalb, weil sonst Verschwörungstheoretiker hier Raum greifen.

    Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen. (Lk. 13, 4-5)


  4. HIV/AIDS als Strafe Gottes zu sehen, finde ich sehr merkwürdig und falsch.

    Es gibt viele Verschwörungstheorien rund um das Thema HIV/AIDS… wichtig ist jetzt, dass wir alle begreifen, dass es alle angeht. Aufklären statt verurteilen ist die Devise. Dass heisst auch, die wichtige Arbeit von http://www.gib-aids-keine-chance.de/ (weit mehr als nur Werbeslogans) nicht zu verunglimpfen. Wir brauchen den gesamt gesellschaftlichen Diskurs. Ideologische Scheuklappen schaden.

    Wie wäre Jesus mit dem Thema umgegangen? Hätte er seinen Jüngern gesagt, sie dürften keinen Sex vor der Ehe haben, sonst sei es Gottes gerechte Strafe, wenn sie an AIDS verrecken? Ich glaube wohl kaum.

    • antifo Says:

      So zu tun, als handele es sich bei der christlichen Morallehre um eine Ideologie, ist falsch und fahrlässig. Ideologisch ist allein die Vorstellung AIDS ließe sich *ALLEIN* mit Kondomwerbung bekämpfen. Das geht nicht.

      Wie Jesus mit dem Thema umgegangen wäre, kann man sich aus Joh. 8, 1-11 erschließen:

      Jesus aber ging zum Ölberg. Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

      Entscheidend ist hier, daß Jesus die Sünderin zwar nicht verdammt, aber er tut auch nicht so, als hätte sie keine Sünde begangen!

    • EinFragender Says:

      „HIV/AIDS als Strafe Gottes zu sehen, finde ich sehr merkwürdig und falsch“ Wer sagt das es eine Strafe Gottes ist?

      „Gesellschaftlichen Diskurs“: Warum das nun? Weil man immer mehr merkt das Kondome bestenfalls dazu beitragen die Ansteckungsrate etwas zu vermindern – aber nicht auf Dauer helfen.
      Wenn man was gegen AIDS tun will, muss man bereit sein offen über alles zu reden und aufhören die zu verunglimpfen die mit Ihren Maßnahmen gute Erfolge erzielen. Sagt Dir die ABC-Methode etwas? („A“ für „Abstain“(Enthaltsamkeit), „B“ für „Be faithful“ (Treue) und „C“ für Condom – falls A und B nicht funktionieren). Damit hat man in Afrika tolle Erfolge erzielt und es wäre nicht verkehrt wenn Europa den Hochmut aufgibt und anfängt von Afrika zu lernen. Denn auf dem Gebiet kann Europa eine Menge lernen. Lernen um Leben zu retten. Lernen auch um das eigene, also auch Dein Leben zu retten.

      Jesus + AIDS: Lies die Bergpredigt. Dort steht was Jesus darüber denkt. (Matthäus 27-30)


      • Also deine Deutung der Bergpredigt ist wirklich mehr als seltsam. Man kann aber auch in alles wirklich alles hineindeuten. Die Bibel wird da am liebsten missbraucht…

      • EinFragender Says:

        @lieinthesound
        Was genau ist falsch an meiner Deutung? Das sie Dir nicht passt ist mir klar und das Jesus so deutliche Worte dazu findet wohl auch. Jesus ist kein „Everybody’s Darling“, der immer nur nette Dinge sagt um sich anzubiedern oder Deinen Weltbild gerecht zu werden … oder jemanden einen Freibrief zu geben das alles OK ist.
        Was hat er zu der Frau gesagt die fast Gesteinigt worden wäre? lies mal nach.

        „Die Bibel wird da am liebsten missbraucht…“
        Ja von Leuten die nur die Stellen lesen die ihnen passen.

        Worum geht es denn hier bei dem Thema? Es geht darum das eine Aids-Kranke sich nicht zusammenreissen konnte und andere mit diesem tödlichen Virus angesteckt hat. Also um jemanden dem die Befriedigung seiner sexuellen Lust wichtiger war als das Leben anderer Menschen. Was wäre denn Deiner Meinung nach die richtige Aussage von Jesus dazu?


  5. Ich habe nie behauptet, dass Kondom-Werbung allein das Lösungsmittel ist. Hinzu kommt, dass nicht-ehelicher Sex nicht gleich Ehebruch bedeutet.

    Ich selber lebe in einer monogamen Beziehung – sehe dies auch als Ideal für mich persönlich. Dennoch gab es auch in meinem Leben andere Zeiten. Ich halte es nicht für Sünde mit einem Menschen Sexualität zu teilen, mit dem ich nicht in einer festen Beziehung oder Ehe bin und gestehe dies auch allen anderen zu.

    Wichtig ist, wie schon oben erwähnt: Freiwilligkeit, Ehrlichkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Verhütung.

    Sexualität nur verheirateten Paaren zuzugestehen halte ich für Sünde.

    Wenn grundsätzlich One-Night-Stands verdammt werden, führt dies nur zu unverantwortlichem Verhalten.

    Unsere Aufgabe sollte es sein, Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sexualität beizubringen. Dazu gehört eben auch der Gebrauch von Kondomen.

    Alles andere führt zu viel Leid und Elend. Bestes Beispiel sind Sara Palin und ihre Tochter. Die Mutter hat sich als Politikerin dafür eingesetzt, dass Sexualkunde-Unterricht an Schulen verboten wird. Dann wurde ihre Teenager-Tochter schwanger…

    Hier wär wohl eindeutig Aufklärung besser gewesen, als ein Verbot.

    Menschen leben ihre Sexualität aus – so oder so. Statt Moralpredigten brauchen wir Aufklärung und das Lernen des richtigen Umgangs.

    • antifo Says:

      Unsere Aufgabe sollte es sein, Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sexualität beizubringen. Dazu gehört eben auch der Gebrauch von Kondomen.

      Nirdgendwo steht geschrieben, daß man ohne Sünde sein müsse, um Sünde als Sünde bezeichnen zu können. Ich bin auch nicht ohne Sünde, aber daß Treue das beste Mittel gegen Geschlechtskrankheiten ist, kann ich gleichwohl mit Überzeugung sagen. Auch Nadja Benaissa könnte das sagen. Nicht, weil sie jetzt betroffen ist, sondern weil es einfach eine Wahrheit ist.

      Bestes Beispiel sind Sara Palin und ihre Tochter. Die Mutter hat sich als Politikerin dafür eingesetzt, dass Sexualkunde-Unterricht an Schulen verboten wird.

      Das zeigt eben, daß weder die Einführung noch die Abschaffung des Sexualkunde-Unterrichts ein Allheilmittel sein kann. Allein Treue hilft.

    • EinFragender Says:

      „Sexualität nur verheirateten Paaren zuzugestehen halte ich für Sünde. “
      Was ist für Dich Sünde? Das man nicht alle Triebe auslebt?

      „Wenn grundsätzlich One-Night-Stands verdammt werden, führt dies nur zu unverantwortlichem Verhalten.“
      Warum? Nur weil es Dir nicht in Dein Lebenskonzept passt das es Menschen gibt die sich so sehr im Griff haben das sie ohne One-Night-Stands auskommen? One-Night-Stands sind unverantwortlich für sich und für den anderen denn der Gebrauch von Kondomen ist nicht sicher. Nicht ohne Grund sagen selbst Kondomhersteller das Kondome nicht zu 100 % sicher verhüten. Und wenn Sperma durchkommen kann, dann kommen AIDS-Viren oder anderes erst recht durch. Es gibt ein Restrisiko von bis zu 10 %. Da frage ich mich schon was hier ein unverantwortliches Verhalten ist.
      Du sagst Du lebst aktuell in einer monogamen Beziehung – es gab aber auch andere Zeiten in Deinen Leben. Zeiten in denen es Dir egal war das ein Restrisiko besteht? Und weil es Dir egal war soll es anderen auch egal sein? Wie sollen wir Deine Worte verstehen?

      „Hier wär wohl eindeutig Aufklärung besser gewesen, als ein Verbot.“
      Werden nur die Mädchen ungewollt schwanger die christlich erzogen werden? Für Dich kommt Sara Palin nur gelegen um Deine Argumentation zu untermauern, aber was beweist Du damit? Hat Sara Palin sich etwa gegen Aufklärung ausgesprochen – eben nicht. Also beweist du nichts. Eher fällt einen auf das Sara Palin’s Tochter das doch optimal gemacht hat. Sie stand zu ihrem Kind und hat es zur Welt gebracht. Davon können eine Menge Mütter etwas lernen.


      • Mrs. Palin hat sich extrem gegen Aufklärung ausgesprochen und versucht den Sexualkundeunterricht an Schulen verbieten zu lassen. Das hoch katholische Irland hat eine wesentlich höhere Abtreibungsrate als Deutschland. Dies ist der verklemmten Moral zu verdanken. Sex wird verteufelt, Aufklärung wird zum Tabu-Thema…

        Sexualität und Lust sind nichts Schlimmes – ganz im Gegenteil und müssen auch nicht als böse Triebe bekämpft werden. Meines Erachtens sind sie ein großes Gottesgeschenk!

      • antifo Says:

        Hast Du eine Quelle zu der Sache mit den Abtreibungszahlen?

        Im Fall Nadja Benaissa muß wohl die Schule versagt haben oder die Lehrerin, die das Thema AIDS-Verhütung durch Kondome nicht richtig vermitteln konnte. Vielleicht sollte man ja einen Kommissar an die Schulen der Betroffenen schicken? Die Lehrer dürfen sich nicht vor ihrer Verantwortung drücken! Lehrer, die nicht ausreichend Werbung für Kondome machen, sind ebenso Schuld an HIV-Infizierungen wie der Papst!

      • EinFragender Says:

        @lieinthesound
        Palin hat sich gegen die Form der Aufklärung in der Schule ausgesprochen, nicht gegen Aufklärung an sich und das Ihre Tochter Schwanger wurde weil sie nicht wusste wie das geht bezweilfe ich mal ganz stark.
        Das Problem ist doch eher das man Jugendlichen zu wenig deutlich macht welche Gefahren bestehen. Eben wie leicht man sich infizieren kann und auch wie groß die Gefahren beim Gebrauch von Kondomen sind. Kondome schützen nur teilweise, das wird leider nicht oder nur unzureichend gesagt.

        „Sexualität und Lust sind nichts Schlimmes – ganz im Gegenteil und müssen auch nicht als böse Triebe bekämpft werden.“
        Wer bekämpft da was? Bekämpft wird jede kritische Sichtweise der Mainstream-lebensart – zum Beispiel mit Argumenten wie „man sei verklemmt“.
        Das dagegen immer mehr Menschen sich an AIDS und anderen Krankheiten infizieren wird einfach so hingenommen. Ist der ein Kollateralschaden den man ich kauf nimmt – den Du in Kauf nimmst?

        „Meines Erachtens sind sie ein großes Gottesgeschenk!“
        Wenn man Sex und Liebe verbindet ja. Aber wie bei vielen anderen Gottesgeschenken wird auch dieses missbraucht. Hauptsache viel, egal welche Folgen es hat. Egal ob man ein paar Kinder abtreibt oder ein paar Menschen ansteckt.

  6. antifo Says:

    In einem anderen Blog steht:

    Also schon 2007 wurde im Internet vor ihr diesbezüglich gewarnt. Es wurde schon 2007 behauptet ,dass sie mehrere Männer angesteckt hat, wie ich gerade durch Recherchen festgestellt habe! Ihr Management hat wohl alles dafür getan um ihren Zustand zu vertuschen, Pech für die Männer die sich mit ihr einließen und ihr vertrauten. Wircklich schockierend.

    http://blacknrw.wordpress.com/2009/04/14/nadja-benaissa-hivaids/

    Habe einen entsprechenden Kommentar bei der Deutschen AIDS-Hilfe hinterlassen:

    http://www.ondamaris.de/?p=9373

    Dort finden sich Leute, die gleich wieder vor einer „Kriminalisierung“ warnen:

    auszug aus einer LHIVE- medienmitteilung vom 28.1.09 zum thema hiv und kriminalisierung

    Die Strafbarkeit der HIV-Übertragung und damit die Kriminalisierung von Menschen mit HIV und AIDS ist sowohl unwirksam und wie auch gefährlich.
    Denn wie UNAIDS festhält, existieren keine Daten, die beweisen, dass das Strafgesetz die HIV- Übertragung verhindert. Der weltweite Trend zur Einführung neuer Strafbestimmungen und die Verschärfung der Anwendung von bestehenden Gesetzen gegen Menschen mit HIV/AIDS ist eine Katastrophe für Präventionsprogramme. Fachexperten sprechen sogar vom „HIL Virus“ (highly ineffective laws) – vom Virus der hoch unwirksamen Gesetze.
    Die Kriminalisierung der HIV-Übertragung kann dazu führen, dass Menschen es vorziehen, aus Angst vor Repressionen ihren HIV-Status zu ignorieren.
    Safer Sex Regeln gelten grundsätzlich für alle. HIV kann nicht mit dem Strafrecht bekämpft werden, sondern vor allem durch eine Prävention die auf Aufklärung, Solidarität und Verantwortung aufbaut. Sie appelliert an die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen.
    Das Strafrecht bürdet ungerechtfertigterweise HIV-positiven Personen einseitig die volle Schutzverantwortung vor HIV auf. Dies ist mit Blick auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit nicht zu rechtfertigen.
    Im Gegenteil: es führt zu einer gesetzlich verankerten Ungleichbehandlung und Diskriminierung.
    Diskriminierung und Stigmatisierung sind ein wesentlicher Motor der HIV-Verbreitung.
    Die heutige Praxis kann so interpretiert werden, dass man sich (künftig) beruhigt auf ungeschützte Sexualkontakte einlassen darf, weil eine einseitige Pflicht für HIV Positive – und neuerdings auch für Leute mit riskantem Sexualvorleben (siehe Bundesgerichtsurteil vom 13. Juni 2008) – besteht die Safer Sex Regeln einzuhalten.


  7. Es werden viele Gerüchte in die Welt gesetzt. Nur weil sich eines zu bewahrheiten scheint, rechtfertigt dies nun nicht den Glauben an das, was im Netz so an Behauptungen schwirrt zu stärken.

    Jeder Idiot könnte auch über dich irgendwelche Dinge verbreiten.

    Die Öffentlichkeit hat auch kein Recht, zu wissen, wer HIV positiv ist und wer nicht.

    Stellen sich die Vorwürfe gegen Nadja Benaissa als wahr heraus, hätte sie allerdings die Pflicht gehabt, ihre Sexualpartner zu informieren und zu schützen. Ein solches Verhalten ist ein schweres Verbrechen, für das es keine Entschuldigung gibt.

    Ich warne allerdings sehr, vor Gerüchten, die im Netz kursieren. Rufmord und Cyberstalking sind dort sehr verbreitet. (Viele Steine werfende Menschen)

    • antifo Says:

      @Lieinthesound:
      Ich weiß, daß es ein Gerücht ist, habe es aber mit Quellangabe eingestellt. Wenn Du dem Link folgst, findest Du denjenigen, der behauptet hat, daß er es recherchiert hätte.

      Eine Vorverurteilung sehe ich übrigens nicht darin, solange man es nicht als letzte Wahrheit hinstellt.

      Und wenn ihre Bandkollegin bei einer Anti-AIDS-Kampagne mitmacht, dann hat die Öffentlichkeit natürlich das Recht, über eine HIV-Infektion zu erfahren:

      http://www.vergissaidsnicht.de/fileadmin/redakteure/pdf/Anz_Aids_2009_Lucy_Druck-1.pdf

      Auf dem Plakat steht „Ich habe AIDS …“ und dann heißt es im Kleingedruckten weiter „… nicht vergessen“.

      Wer über AIDS redet, um Publicity zu machen, der muß es sich auch gefallen lassen, wenn darüber geredet wird, wenn es der Publicity schadet.

    • EinFragender Says:

      „Stellen sich die Vorwürfe gegen Nadja Benaissa als wahr heraus, hätte sie allerdings die Pflicht gehabt, ihre Sexualpartner zu informieren und zu schützen.“
      Unsinn. Es bleibt bei jedem Verkehr ein Restrisiko, das wird leider immer übersehen. Schützen können AIDS-Infizierte andere nur dadurch das sie sich zusammenreissen. Anders geht es nicht. Untersuchungen bei Partnerschaften wo eine/r AIDS hatte und der andere nicht zeigen das sich nicht-infizierten Partner trotz Schutz anstecken können. Man spricht von einer Quote von mind. 10 % nach ein paar Jahren.
      Das Risiko ist einfach zu groß.

      Es ist mir schon klar das dies alles Worte sind die Dir nicht gefallen. Aber es ist nun mal so und leider täuschen die Anti-AIDS-Kampagnen eine Sicherheit vor die es nicht gibt.


  8. Man kann Nadja jetzt nicht für die Promo-Kampagne ihrer Bandkollegin verantwortlich machen. Ist aber PR-mäßig sehr ungeschickt. Da haben sich die Managements nicht abgesprochen… oder Lucy hat’s nicht gewusst.

    Bisher fehlt eine Stellungnahme von Seiten der No Angels. Das öffnet natürlich Tür und Tor für viele Spekulationen. Allerdings braucht es hier auch viel Besonnenheit um ein Statement auszuarbeiten, dass nicht noch mehr Schaden anrichtet.

    Leider herrscht im Netz mehr Sensationsgier als Aufklärungsbedarf.

    Das Lucy sagt, sie habe AIDS nicht vergessen, kann schlicht und einfach bedeuten, dass sie in ihrem direkten Umfeld immer wieder daran erinnert wird.

    Ins Schlafzimmer ihrer Bandkollegin kann sie allerdings nicht schauen – noch ist sie dafür verantwortlich, was dort passiert.

    Die Nadja zur Last gelegten Fälle liegen auch einige Jahre zurück. Inwieweit sie eine persönliche Entwicklung durch gemacht hat, die sie nun verantwortungsvoller Handeln lässt (oder nicht) – wird aus der aktuellen Berichterstattung nicht ersichtlich.

    Stichwort: „Vom Saulus zum Paulus“ – Menschen können sich wandeln.

  9. antifo Says:

    Um AIDS zu bekämpfen brauchen wir keine Predigten über Treue und Enthaltsamkeit. Wir brauchen Aufklärung und eine offene Diskussion über Sexualität.

    Das schreibt Kathrin Henneberger von der Grünen Jugend in diesem Blogartikel. Daß dort dann Kommentare die diese Position nicht stützen gelöscht werden, zeigt, daß „offene Diskussion“ bei den Grünen nicht mehr als eine leere Floskel ist.


  10. Aus meiner Sicht, bewerfen sich hier jetzt verschiedene Ideologen mit Dreck anstatt eine konstruktive Lösungswege zu suchen (und finden). In meiner Emailbenachrichtigung über diese Kommentarantwort war ein sehr unsachlicher Vergleich deinerseits angeheftet.
    Sehe diesen (zum Glück) nicht hier auf der Seite…hoffe, mal das solche Vergleiche/Diffamierungen unterbleiben.

    Deinen Kommentar in meinem Blog habe ich zugelassen auch wenn wir sehr unterschiedliche Ansichten haben.

    • antifo Says:

      Nun, es ist manchmal nicht ganz einfach sich im Zaum zu halten 😉

      Meiner Auffassung nach wäre die naheliegendste Lösung, daß man der christlichen Morallehre in gleichem Maße einen Nutzen zubilligt, wie diesen Werbekampagnen.


      • Die christliche Morallehre ist nun aber wieder sehr Auslegungssache. Ich kenne einige sehr christliche Menschen, die nicht verheiratet sind und dennoch Sexualität leben – ohne sich dabei sündig zu fühlen.

        Meiner Meinung nach, ist Moral auch nicht an Religion gebunden, sondern ein eigenständiger Wert. Im besten Fall vermitteln Religionen auch moralische Werte. (leider gibt’s genug Gegenbeispiele).

        Im Kampf gegen AIDS brauchen wir mehr Pragmatismus als moralinsaures Wettern. Ich glaube nach wie vor, Jesus hätte lieber Kondome verteilt, als den Menschen beim Krepieren zuzuschauen.

        Auch die katholische Kirche hat ihre Meinung schon gewandelt und erlaubt es jetzt Ehepaaren, bei denen ein Teil HIV positiv ist, Kondome zu benutzen. Es gibt aber genug religiöse Fanatiker, die dies ablehnen.

        Der Schutz des Lebens sollte immer Vorrang haben. Menschen, die sich mit Kondomen gegen Krankheiten schützen, verhüten gleichzeitig ungewollte Schwangerschaften und machen somit Abtreibungen unnötig.

  11. antifo Says:

    1. Daß es da ein riesiges Spektrum an Auslegungen gibt, ist schon wahr. Nur entwertet das ja nicht gleich die christliche Morallehre und wenn „die Kirche“ sagt, daß Treue der beste Schutz gegen Geschlechtskrankheiten ist, dann bricht man sich doch keinen Zacken aus der Krone, wenn man das zugibt. Auch bei Schwulen und Lesben gibt es viele, die sehr wohl wissen, welchen Wert Treue hat.

    2. Moral ist kein Wert, sondern die Basis eines jeden Wertesystems. Auch die allgemeinen Menschenrechte können/wollen Moral nicht ersetzen, sondern darauf aufbauen – wie man an Art. 29 Abs. 2 leicht erkennen kann.

    3. Jesus sagte: „So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“ Er sagte nicht: „“So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und suche dir das nächste mal ein besseres Versteck.“

    4. Die römisch-katholische Kirche hat nie den Gebrauch von Kondomen „verboten“. Das kann sie auch gar nicht, weil der Papst ja nicht unter die Bettdecke der Leute schauen kann. Außerdem sollte man ein bisschen vorsichtig sein, wenn man versucht die Kirche in irgendeine Richtung zu drängen. Es ist ein Warnsignal, wenn die Politik sich permanent in kirchenrechtliche Fragen einmischt, weil es zeigt, daß es Kräfte gibt, die die Trennung von Kirche und Staat nicht akzeptieren.

    5. Menschen die das so machen, machen es unabhängig davon, was die Kirche lehrt. Wenn sie zu dem Ergebnis kommen, daß das ideal für sie ist, wird man sie nicht davon abhalten können. Solange sie das nicht zum Ideal für alle verklären, sollte es auch zu keinen unerquicklichen Diskussionen kommen.

  12. Jazariel Says:

    Es ist wichtig über die Gefahren von Aids aufzuklären. Auch wenn Fr.Benaissa nun selbst betroffen ist, hat sie ihre Popularität sinnvoll zu nutzen gesucht. Mehr als viele andere sogenannte Promis.

    Sicher schützen Werbeslogans nicht, aber sie informieren, machen wachsam.

    Ich vermute Fr. Benaissa wußte selbst nichts von ihrer Infizierungen und alle die bisherigen Meldungen für reine Spekulation, billige Boulevardmethoden um die eigene Auflage zu verkaufen.

    • antifo Says:

      1. Da bringst Du etwas durcheinander. Nicht Frau Benaissa, sondern ihre Bandkollegin hatte bei der Kampagne mitgemacht.

      2. Diese Werbeslogans sind aber nicht präsent, wenn es gerade darauf ankäme. Sie werden als Werbung wahrgenommen, weil es Werbung ist. Werbung für die falsche Idee, daß Treue entbehrlich sei, solange man nur ein Kondom in der Tasche hat.

      3. Das liest sich für mich wie die typischen Symptome von Realitätsverweigerung. Ganz ins Blaue hinein wird man sie ja wohl nicht festgenommen haben.

  13. Rosinante Says:

    Afrikanerinnen die der Treue trauen sind genauso selber schuld das sie AIDS kriegen als wenn sie fremdgehen — sie wissen doch selber das ihre Maenner das meistens nicht hinkriegen weil es einfach nicht mit ihrer Kultur vereinbar ist.

    Der Katholische Glaube kann das vielleicht ueber Generationen aendern(hoffentlich) aber das dauert, und funktioniert nur wenn die Leut‘ das selber so wollen.

    Treue & Kondom ist wohl am sichersten, aber eine Kultur die den Leuten eine informierte Entscheidung und moralischen Handeln durch Bildung und soziale Bindungen ermoeglicht, ist am besten.

    Dazu sei gesagt das viele Afrikaner Animisten und auch Mohamedaner sind — leider ist die Religion hier kein gutes Mittel um diese Leute zu erreichen, und ohne ein Loesung hier bleibt deren Gesellschaft ein Reservoir fuer AIDS, selbst wenn all Katholiken treu werden.

    Also, wir brauchen mehr gute Loesungen und nicht nur eine, sondern viele, fuer alle und nicht nur einige, und weniger Streit.

    • EinFragender Says:

      Deine Aussagen über Afrikanerinnen und Ihren Männern wird durch die sehr niedrige Ansteckungszahlen in überwiegend katholischen Gebieten widerlegt.

      Afrikaner sind genauso wenig oder genauso viel notgeil (sorry für dieses Wort) wie Europäer, nur haben viele Afrikaner angesicht der Probleme die sie haben gelernt mit AIDS besser umzugehen. Davon können wir Europäer lernen.

      In überwiegend islamischen Gegenden gibt es ähnlich niedrige Ansteckungszahlen wie in überwiegend katholischen Gegenden. Der Grund ist ähnlich: Man setzt zuallererst auf Treue.

  14. Haunt Says:

    Kathrin Henneberger, Sprecherin der Grünen Jugend, hat ganz schön Holz vor der Hütten! Da würde ich ich auch gerne mal drin ersticken!

    Antifo: Noch einmal so unkeusche Gedanken und das war der letzte Kommentar, den Du hier geschrieben hast! Der Beitrag war zum Hirn einschalten gedacht und nicht zum ausschalten! Auch wenn es komisch klingt: Ich meine es ernst.


  15. Zu den Abtreibungsstatistiken hab ich auf die Schnelle diesen Artikel hier: http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Abtreibungen;art122,2747812

    Zitat: „Regine Wlassitschau vom Bundesverband pro familia in Frankfurt führt den Trend zu weniger Abtreibungen auch auf diese gesetzliche Änderung zurück: „Man kann beobachten, dort wo man sich einsetzt für Aufklärung, Verhütungsmittel und Verhütungswissen – und gleichzeitig legaler Zugang zu Abtreibung möglich ist -, dort sind die Abtreibungszahlen am geringsten“. Im internationalen Vergleich gehörten die Abbruchzahlen in Deutschland und den Niederlanden zu den niedrigsten.“

    • antifo Says:

      Danke. Ich kann diejenigen, die sich für ein gänzliches Verbot der Abtreibung aussprechen allemal verstehen, hätte persönlich aber Hemmungen das so zu vertreten. Kirchenrechtlich ist es allerdings so, daß Abtreibung seit dem Konzil von Trullo im Jahre 692 als Mord betrachtet wird:

      http://www.geocities.com/heartland/pines/7224/Rick/chron7.htm

      Das bedeutet, daß die römisch-katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen weitaus weniger Spielraum haben als ich. Nämlich gar keinen. Wahrscheinlich ist das auch gut so 😉

      Die Protestanten kann man in der Hinsicht ohnehin nicht ernst nehmen …


      • Hauptaufgabe sollt es sein, diese überflüssig zu machen. Ich denke, da können wir uns einigen.

      • antifo Says:

        Geht in Ordnung! 😉

      • Philip Says:

        Die Protestanten kann man in der Hinsicht ohnehin nicht ernst nehmen …

        Wieso das?

      • antifo Says:

        Also, „die Protestanten“ war wohl etwas übertrieben. Gemeint hatte ich den Protestantismus. Grund ist, daß der Protestantismus seine Wurzeln abgeschnitten hat, als Luther anfing kanonisches Recht zu verbrennen. Die Papstbulle zu verbrennen hätte vollauf genügt 😉

  16. Manu Says:

    Es geht doch bei dem ganzen Thema im Grunde genommen um eine einzige Sache: Hass gegen Papst und Vatikan.

    Statt das man Sex in der Ehe hat und ansonsten enthaltsam ist (bestes Verhütungsmittel überhaupt), hurt man rum.
    Wer dann AIDS bekommt ist selber schuld daran.

  17. Blond Says:

    EinFragender sagte zu Sex:
    Treue und Enthaltung sind der Weg,
    lieinthesound sagte:
    Deine Sicht halte ich eher für sehr verklemmt
    Ich sage:
    EinFragender hat recht – nur Treue und Enthaltung schützen wirklich – kein noch so tolles Kondom kann dies ersetzen;
    verklemmt wird die Sache erst durch den angeblich „freien“ Sex: dann nämlich fangen sehr viele Probleme wie Schuldgefühle bzw. Zank und Streit in einer Beziehung wegen Fremdgehen an, auch die Angst der Partner vor Ansteckung mit Krankheiten durch Geschlechtsverkehr mit „Fremden“ ist dann da und nicht zuletzt ist der Vertrauensbruch für den Betrogenen das Schlimmste daran – da geht der Lebenswille ein Stück verloren (bei manchen reichts bis zur Selbsttötung).
    lieinthesound sagte:
    HIV/AIDS als Strafe Gottes zu sehen, finde ich sehr merkwürdig und falsch
    Ich sage:
    Die „Strafe“ der Krankheit ist selbst verschuldet und verursacht, wenn sie durch fremdgehen, One-night-stands oder Ähnliches aufkommt – die ungewollte Erkrankung durch z.B. Umgang mit Patienten oder Blut ist eine Fügung, die der christliche Mensch mit Gottes Hilfe meistern kann – Gott straft die Menschen nicht durch Krankheit oder Katastrophen, diese Sicht ist falsch!
    lieinthesound sagte:
    auch ein One-Night-Stand ist nicht verwerflich
    Ich sage:
    Doch, ist er, weil er ausschließlich der Befriedigung der Triebe dient und nicht dem verantwortlichem Verhalten, das im Folgenden zu finden ist:
    lieinthesound sagte:
    Der Schutz des Lebens sollte immer Vorrang haben
    Ich sage:
    Genau – und darum keinen unverantwortlichen Sex außerhalb einer Lebensbeziehung, keine Abtreibung und keine Gewalt!


  18. […] Werbeslogans halfen Nadja Benaissa nichts Im Blog der Grünen Jugend findet sich eine Stellungnahme von Kathrin Henneberger, die den Papst in einer […] […]

  19. Till Says:

    Die Diskussion ist jetzt leider schon etwas her, aber ich muss trotzdem meinen Senf dazu jetzt abgeben. Schön wenn es noch einer liest.
    Das schlimmste an der Diskussion (ich habe nicht alles gelesen, aber das meiste) ist die Untermauerung seiner Argumente mit Rückendeckung des Papstes, der katholischen Kirche oder noch fataler: Der Bibel. Wer heutzutage noch versucht, die Bibel als Argumentationsstütze für ein aktuelles brisantes Thema wie Aids zu nutzen, der verkennt, dass die gesellschaftlichen Strukturen zur Zeiten der Bibel gänzlich andere waren und nicht immer 1 zu 1 auf heute anzuwenden sind. Das soll keine allgmeine Verunglimpfung der Bibel sein, nur in dem Fall finde ich das problematisch.
    Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie er mit dem Thema Sex umgeht, nur er sollte es verantwortungsbewusst tun. Sei es mit Enthaltsamkeit oder sei es durch Kondome, mir ganz egal: nur hört auf irgendwelche katholischen Dogmen nachzuplappern, mir wird echt schlecht.
    Und hört auf vor allem diese Dogmen auf Menschen anzuwenden, die sich von ihnen gelöst haben. Ein medialer Kreuzzug ist nicht nötig.
    Und jetzt kurz zu meiner eigenen Position: Sex ist was feines. Warum sollte ich meinen Trieben widerstehen, weil mir eine Stimme aus vergangenen Tagen sagt ich sei kein Tier???? Natürlich bin ich das, der Mensch hat auch Triebe. Und nur weil wir in der Lage sind müssen wir uns nicht selbst beweisen, dass wir ihnen widerstehen können. Nein, ich lebe den Trieb aus, und ich schütze mich. Wenn das jeder tun würde, also sich schützen, dann wäre die Welt ein Stücken besser.


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