Die Verdienste des Islam am Werden der USA

In seinem Artikel Obama: Islam Has Shaped the U.S.A. fragt Robert Spencer was Barack Obama gemeint haben könnte, als er am Montag vor dem türkischen Parlament sagte:

Wir werden unsere tiefe Anerkennung für den islamischen Glauben ausdrücken, der über die Jahrhunderte hinweg so viel beim Werden der Welt beigetragen hat — einschließlich meines eigenen Landes.

Obwohl Spencer alle wichtigen Ereignisse der US-Historie durchläuft, findet er keine Spuren.

Wie also kann Präsident Obama solche Aussagen machen?

Um eine Antwort zu geben — was durchaus möglich ist — muß man sich in die Position von jemanden versetzten, der die Geschichte der Vereinigten Staaten konfrontiert und hinterfragt und der aus einer spirituellen Sichtweise über ihre rechtlichen Grundlagen philosophiert. Wegen des europäischen Erbes der USA führt das natürlich weiter zurück, als Spencers Durchlauf der Geschichte.

1. Die Lehre Jesu Christi vom Reich Gottes

Um sicherzugehen, daß die ganze Geschichte erzählt wird, fangen wir bei der Geburt Jesu Christi an, durch Den Gott alle Prophezeihungen erfüllte, die Er Israel und der ganzen Menschheit machte. Nachdem es nicht möglich sein wird, alles über Gottes Sohn zu erzählen, müssen wir uns auf die Ecksteine Seine Lehre beschränken.

Vermutlich jeder Christ weiß, daß Er sagte: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ (Mt. 22, 21). Es ist zwar richtig, daß die Trennung von Kirche und Staat hieraus entsprang, aber nicht dahinter zu schauen wäre ungehörig, weil es Christus Lehre von Reich Gottes verkleinern würde. In Seinem Gebet zum Vater für die Apostel sagte Er beispielsweise: „Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ (Joh. 17, 14)

Nimm diese zwei Sätze zusammen und Du kannst die riesigen Dimensionen Seines Reiches erahnen!

2. Wodurch Gottes Reich kleiner wird

St. Paulus fühlte diese Dimensionen in seinem Herzen und schrieb daher in Kol. 2, 8: „Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.“

Hier ist es wichtig zu verstehen, daß Philosophie uns weltlich macht. Das bedeutet, daß es Gottes Reich verkleinert, wenn man die Philosophie an die Macht bringt. Das ist deshalb so, weil sie die Wahrheit in Christus verdeckt und somit das Licht trübt, das uns für unseren Weg zum Leben (Joh. 14, 6) durch Gottes Gnade in Seinem Wort gegeben wurde. 

Was ist Philosophie?

Philosophie ist alle Weisheit der Welt, die davon abhält Gott zu erkennen. Für die Griechen war die Predigt vom gekreuzigten Christus eine Torheit, weil sie nach der Weisheit der Welt suchten. Und sie suchten sie nicht nur, sie fanden sie auch — in rauhen Mengen! Bis heute sind die Griechen für ihre philosphischen Errungenschaften bekannt:

  • Mathematik
  • Politische Theorien
  • Astronomie
  • Medizin
  • Argumentationskunst

3. Was ist der Islam?

Nun, es begann mit Leuten, die ihre Philosophien mit dem vermengten, was sie über Jesus Christus verstanden hatten.

Eines Tages traf ein Karawanenhändler namens Mohammed ein paar von diesen Leuten während er in Jerusalem auf Geschäftsreise war und dort hörte er von Teilen dieser Vermengungen. Als er zurück in Arabien war, erzählte er seinen Leuten darüber. Um sich ein klares Bild zu verschaffen fingen sie an über Gott zu argumentieren. Irgendwann war alles geklärt und Mohammed war ein Philosoph geworden. 

Nach dem Tod seiner langjährigen Frau wurde er irgendwie schwierig. Er entschied ein paar Tage Erholungsurlaub zu machen und reiste zum Camping zum Berg Hira bei Mekka. Eines Nachts schlief er irrsinnig schlecht und nachdem er aufgewacht war, glaubte er der Erzengel Gabriel hätte ihn besucht und ihn zum Prophet Gottes gemacht. Das erzählte er seinen Leuten, als er wieder zurück war. Doch trotz seines ausgezeichneten Rufs wollte ihm fast keiner glauben, weil Mohammed keinen Zeugen für seine Geschichte mit dem Engel anführen konnte.

Um glaubwürdiger zu sein, bat er einen Schriftkundigen seine Philosophien in einen Satz kleiner Bücher zu schreiben, die mit Gott zu tun hatten. Es dauerte viele Tage und Nächte, bis sie fertig waren. Während der meisten Zeit war er in milder Stimmung, doch es gab auch Tage, an denen er ziemlich ärgerlich war.

Dennoch war Mohammed zufrieden mit den Büchern und ging — hoffnungsvoll — zurück zu seinen Leuten. Mit den Büchern in seinen Händen waren sie weitaus eher bereit, ihm zu glauben, aber es gab immer noch viele, die auf einen Zeugen bestanden. Das machte ihn wütend und seitdem kriegen Leute die nach Zeugen fragen Probleme. Am Ende kämpfte Mohammed gegen jeden, der sich weigerte, seine Philosophiebücher als Gottes Wort anzunehmen und beschloß sein Leben als hoch angesehener Kriegsherr.

4. Was war in Europa?

Es brauchte noch einiges an Zeit, bis nach der Kreuzigung von St. Paulus in Rom unter Kaiser Nero die Christenverfolgung dank des ersten christlichen Kaisers St. Konstantin aufhörte.

Um den Angriffen germanischer und anderer Stämme auszuweichen, wurde die Hauptstadt in RichtungWesten nach Konstantinopel verlegt, was zur Spaltung des Römischen Reiches in ein westliches und ein östliches Reich führte. Während das östliche Reich bis ins 15. Jahrhundert überlebte, wurde das westliche Reich schnell von diesen Stämmen überrannt. Eine Zeit beängstigender Unordnung begann. Es würde diesen Artikel sprengen alles zu erzählen, aber diejenigen, die Mohammeds Zorn über die Nichtanerkennung seiner unbezeugten Bücher geerbt hatten, spielten dabei auch eine Rolle. Glücklicherweise erfanden Karl der Große und seine Vorgänger die Feudalordnung als Stammesphilosophie. Diese feudale Philosophie hatte ein paar Nachteile, aber sie half den Franken ziemlich die Ordnung in Westeuropa wieder herzustellen und sie gegen die ärgerlichen Nachfolger Mohammeds zu verteidigen.

Obwohl die Franken sich selbst als fromme Christen sahen und die Autorität des Römischen Bischofs (mehr oder weniger) akzeptierten, vermischten sie die Lehre Christi mit Spuren ihrer Stammesphilosophie. Ab irgendeinem Zeitpunkt waren sie in der Lage ihre Adligen als Römische Bischöfe einzusetzen. Der Streit über diese Bischöfe — sie behaupteten „Stellvertreter Christi“ zu sein — und andere Vermischungen bewirkte, daß sich die Kirche in einen östlichen und westlichen Zweig spaltete. Aber wegen ihres stabilen Reiches — sie nannten es Heilig, Römisch und Deutsch — waren die Einwohner ziemlich glücklich. Sie fingen an riesige Kathedralen in ganz Westeuropa zu bauen und die Kathedralen halfen ihnen dabei die Kirchenspaltung zu vergessen, weil sie so wundervoll waren.

Irgendwann fühlte ein frommer Mönch aus Sachsen, namens Martin Luther, daß irgendwas furchtbar falsch lief. Er ärgerte sich über eine Doktrin, die der römische Bischof erlassen hatte, um Geld für eine Kathedrale in Rom zu bauen. Luther sehnte sich nach einem Disput darüber, aber das kümmerte kaum jemand. Also fing er an herausfordernde Schriften zu schreiben und sie überall im Deutschen Reich zu verteilen. Der Deutsche Kaiser war in Sorge um den Frieden, aber all dem Argumentieren war er nicht gewachsen. Letztlich schlichtete er den Disput mit einem Erlaß, der es erlaubte, daß — um des Friedens willen — beides mehr oder weniger richtig sein dürfe. Trotzdem ging das Argumentieren weiter und ein paar Jahrzehnte später ging ein blutiger Krieg durch das Reich, das alle Länder zerstörte.

Außer der Idee über die Gültigkeit zweier gegensätzlicher Philosophien ging niemand als Gewinner hervor. Um den Krieg zu vergessen, fingen die Leute wieder an Kathedralen zu bauen. Nachdem es den führenden Handwerkern egal war, für welche Seite die Kathedralen gebaut wurden, verinnerlichten sie die „beides-kann-gültig-sein“ Idee und verdrahteten sie in einer Philosophie, die sie Freimaurerei nannten. Das eigentliche Herz dieser Philosophie war irgendwas Mathematisches, das von islamischen Philophen als Erbe griechischer und indischer Philosphen zu ihnen vorgedrungen war. 

5. Die Gründung der Vereinigten Staaten

Relativ bald nach dessen Entdeckung durch Christoph Kolumbus landeten die Schiffe der Gründungsväter an den Küsten von Amerika. Am Anfang begriffen sich diese Kolonisten noch als Untertanen ihrer Könige in Europa. Aber nach einer gewissen Zeit hatten sie den Eindruck, daß sich ihre Könige nicht recht für sie interessierten. Sie waren andauernd mit Heiratspolitik und mit Kriegführen beschäftigt.

Irgendwann hatten die Kolonisten genug, weil keiner der Könige sie je besucht hatte. Das machte sie regelrecht krank! Also gründeten sie eine Republik, wählten einen Präsidenten und gaben sich — um des Friedens willen — eine Verfassung auf Basis der „beides-kann-gültig-sein“ Philosophie der Freimaurer.

Aufgrund dieser philosophischen Genese der Verfassung der Vereinigten Staaten kann Präsident Obama sagen, daß der islamische Glaube Verdienste beim Werden seines Landes hat. Naja, eigentlich war das nur eine Blaupause für die Argumentation, aber ich denke die meisten Leser haben den eigentlichen Punkt verstanden.

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10 Kommentare - “Die Verdienste des Islam am Werden der USA”

  1. Flash Says:

    Der Gegensatz von Philosophie und göttlicher Weisheit ist schön herausgearbeitet. Obama scheint auch gerne zu philosophieren (während Bush ja eher mit Bibelrhetorik unterwegs war).

    Mal sehen, wem die Geschichte am Ende mehr Punkte gibt.

  2. hanlonsrazor Says:

    Fast alles prima, aber mich würde doch mal brennend interessieren, was die ”beides-kann-gültig-sein” Philosophie der Freimaurer sein soll?

    • antifo Says:

      Die Details dieser Philosophie kann ich Dir nicht sagen. Ich weiß nur, daß es ihre Idee war algebraische Platzhalter in Verfassungen einzuführen. In Falle der allg. Menschenrechte sind diese Platzhalter „Würde“ und „Moral“. Diese 30 Artikel eignen sich somit sehr gut für Kurvendiskussion unter Juristen, aber ansonsten haben sie keinen Wert. Hätten sie einen Wert, dann könnten die Muslimbrüder nicht sagen, daß der Islam die Erfüllung von Demokratie und Menschenrechte sei.

      Mit der gleichen Unschärfe wird übrigens im Koran auch über Gott philosophiert. Wenn Muslime sagen, daß man nichts über Gott sagen könne, dann ist das so ähnlich, wie wenn ein Mathematiker versichert, daß man keine Annahmen über die Unbekannten in einer algebraischen Formel treffen darf. Ungeachtet dessen werden Mohammeds Philosophiebücher dazu verwendet den Leuten zu sagen, was sie machen müßten, wenn sie ein Gott gefälliges Leben leben wollen.

      Bei den Menschenrechten wie beim Islam handelt es sich also um philosophische Lehren deren Kern algebraische Platzhalter sind.

      Nichts als leerer Trug und böse Zauberei, an der die Astrologen am Hofe des Pharaos ihre Freude gehabt hätten — die Weisheit der Welt eben.

      Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. (1. Kor 1, 21)

  3. Götverenler Says:

    Was für ein unseriöser Artikel, was erwartet man aber auch von christlichen Fundamentalisten, die täglich den kläglichen Versuch anstellen, den Islam zu diffamieren. Der Islam ist es jedoch, der die schnellst wachsende Glaubensgemeinschaft der Welt darstellt, unaufhörlich und rasant. Dagegen werdet ihr leider nichts tun können, so leid es mir tut!!!

    • antifo Says:

      Wo ich den Islam diffamiert haben soll, müßtest Du mir erklären.

    • EinFragender Says:

      Lieber Götverenler,

      der Islam wächst nur durch Geburten – verliert aber massiv durch Konversion zu anderen Religionen.
      Die Fragen die sich eher stellen: Wie wird es sich verhalten wenn immer mehr Muslime Zugang zu unabhängigen Informationsmedien haben und Religionen kennenlernen die weniger Widersprüche und mehr Liebe zu Gott kennen?

      Nicht ohne Grund gibt es im Islam die Todesstrafe bei Konversion. Mohammed wusste schon das dies notwendig ist um die Gläubigen zu halten.

  4. maroleipzig Says:

    und wieder ein Anti-Islam Bloger….
    wie Früh in Deutschland mit Juden gemacht wurde, fängt mit den Islam durch Anti-islamist an.

    ich werde sagen :
    zu Risiken und Nebenwirkung, lesen Sie ein GEschichtes Buch, oder Fragen Sie ihre Grosseltern.

  5. Erdem Says:

    Hinsichtlich des Eurozentrismus für die Philosophie:
    interkulturelle Philosophie probiert heute, genau
    diesen Punkt anzusprechen; weil es heute ’natürlich‘
    erscheint, die ‚Philosophie‘ zu sein.

    Daher weiß keiner, dass Kant ein Rassist war, und auch
    der Philosoph, der Begründer der Menschenrechte (eigentlich Männerrechte für damalige Zeit…)

    • antifo Says:

      „Interkulturelle Philosophie“ ist auch nicht mehr als eine der vielen Spielarten von Philosophie. Insofern ist es nichts Besonderes und es steht auch nicht zu erwarten, daß sich damit irgendetwas lösen ließe.

      Von „Eurozentrismus“ im Zusammenhang mit dem Christentum zu sprechen ist übrigens Unsinn. Das Christentum gab es im Mittleren Osten schon, bevor Mohammed überhaupt geboren wurde und das Evangelium Jesu Christi vom Reich Gottes ist überall auf der Welt gültig. „Katholisch“ bedeutet nicht umsonst „allgemein“ 😉

  6. Erdem Says:

    Noch ein anderer Hinweis; wenn der(die) Autor(in) dieses Blogs wirklich ‚hinterfragend‘ schreiben würde, glaube ich, man würde nicht nur über Christentum tausende Zitaten und Personennamen lesen, sondern auch bei anderen Religionen.

    Anscheinend reicht aber, ‚irgendwie‘ über andere Religionen zu schreiben und kommentieren, während man die eigenen bis ins Details kennt.

    P.S: Koran war nie zu Lebzeiten von Mohammed in Schriftform.


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