Vatikan war gegen Resolution zu Diffamierung von Religionen

Laut dem Artikel Diskriminiertes Christentum vom Civitas-Instituts hatte sich der Vatikan bei der letzten Sitzung des UN Menschenrechtsrates gegen „Diffamierung von Religion“ als Merkmal zur Einschränkung der Meinungsfreiheit ausgesprochen:

Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Institutionen der UNO in Genf, Mgr. Silvano Tomasi, hat sich gegen diese Resolution ausgesprochen und betont, daß die das Recht auf freie Meinungsäußerung eng mit der Religionsfreiheit zusammenhängt:

„Wenn man beginnt, einem Begriff von Diffamierung Tür und Tor zu öffnen, der sich auf Gedanken gründet, dann läuft der Staat Gefahr, zu entscheiden, wann eine Religion diffamiert ist und wann nicht, und das richtet sich letztlich gegen die Religionsfreiheit. So kann zum Beispiel die juristische Anerkennung dieses Prinzips einer abstrakten Auffassung von Diffamierung der Religion dazu verwendet werden, Gesetze gegen die Blasphemie zu rechtfertigen, und diese werden, wie wir ja wissen, in manchen Staaten dazu genutzt, religiöse Minderheiten anzugreifen, und das sogar unter Anwendung von Gewalt.

Von humanistisch-atheistischer Seite wird ja immer gern gemutmaßt, daß es ein heimliches Bündnis zwischen Islam und Papsttum gäbe. Wenigstens in Bezug auf die Meinungsfreiheit läßt sich dieser Vorhalt kaum mehr halten.

Mgr. Silvano Tomasi vor dem UN Menschenrechtsrat

Mgr. Silvano Tomasi vor dem UN Menschenrechtsrat

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