Pakistanisches Doppelspiel

Im Weblog-Sicherheitspolitik gibt es einen Bericht, den man gelesen haben sollte. Ausgehend von einem von heute stammenden Artikel in der New York Times (NYT) berichtet er über eine ganze Reihe einzelner Vorfälle in Pakistan und Afghanistan, die sich so zusammenfassen lassen, daß die USA in Afghanistan gegen sich selbst Krieg führen.

Nun mag das (zum jetzigen Zeitpunkt) eine maßlose Überspitzung sein, aber wenn die USA bei der Ausbildung pakistanischer Truppen zur Terrorbekämpfung aktiv mithelfen und diese Truppen zum Teil auch unterhalten, dann würde man nicht unbedint erwarten, daß diese und/oder andere Teile der pakistanischen Armee dann die Taliban in Afghanistan unterstützen — die dort bekanntermaßen gegen NATO-Truppen kämpfen.

Als Grund für diese widersprüchliche Konstellation wird angegeben, daß eine gewisse Abteilung des pakistanischen Geheimdiensts (ISI) heimlich mit den Taliban sympathisiert. Weiterhin heißt es, daß die Kapitulation der pakistanischen Regierung im Swat-Tal doch eher als Waffenstillstand zu sehen sei, bei dem „freie Hand für Operationen in Afghanistan im Austausch für einen Verzicht auf Anschläge innerhalb Pakistans“ gewährt worden sei.

Wie die pakistanische Regierung dazu stehe sei vergleichsweise unwichtig, weil der ISI sowieso nicht unter deren Kontrolle, sondern unter der der Armee steht.

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