Archive for the ‘Türkei’ category

Ungeziefer in türkischem Exportgemüse

Juli 11, 2012

Ende Juni 2012 veröffentlichte die russische Veterinärbehörde Rosselkhoznadzor einen Bericht, wonach in den vergangenen sechs Monaten 33 Fälle entdeckt wurden, bei denen von der Türkei nach Russland geliefertes Gemüse von Ungeziefer befallen war. Die Behörde erklärte, daß sie bei der Türkei auf strikte Einhaltung der russischen und internationalen Bestimmungen zum Verbraucherschutz gedrungen und auch vor einem Handelsembargo gewarnt habe. Bereits 2005 hatte Russland Importbeschränkugnen für türkisches Gemüse wegen Befalls mit Ungeziefer erlassen. Nach Deutschland und Großbritannien ist Russland der drittgrößte Exportmarkt für die Türkei.

Türkischer Gemüsehändler in Deutschland

Türkischer Gemüsehändler in Deutschland

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Türkische Darstellung zum Abschuss des Militärjets unglaubwürdig

Juni 30, 2012

Das Wall Street Journal berichtet heute, daß der US-Geheimdienst die Darstellungen der türkischen Regierung zum Abschuss des Militärjets vor der syrischen Küste bezweifelt und die syrische Darstellung letztlich für plausibler hält. Auch in der Türkei glauben viele der von der Regierung vertretenen Version nicht. Kritik von Kemal Kılıçdaroğlu beantwortete Premierminister Erdoğan mit einer Polemik, in den Führer der Republikanischen Volkspartei in die Nähe der syrischen Baath-Partei rückte.

Syrien: Freifahrtsschein für die Türkei

Juni 26, 2012
Front im Häuserkampf in Bab al-Sbaa/Homs (Foto: Anhar Kotschnewa)

Front im Häuserkampf in Bab al-Sbaa/Homs (Foto: Anhar Kotschnewa)

Nach der heutigen Sitzung des NATO-Rates gibt die Zeitung “Die Welt” Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mit diesen Worten wieder: “Was wir gesehen haben, ist völlig inakzeptabel. Und ich erwarte, dass Syrien alle nötigen Maßnahmen ergreift, um so etwas in der Zukunft zu verhindern.”

Laut der veröffentlichten Erklärung der EU-Außenminister war tags zuvor noch gar nicht bekannt, wie sich der Vorfall überhaupt zugetragen hat. Die EU rief in ihrer “Syrien dazu auf, bei der Untersuchung mit der Türkei zusammenzuarbeiten und dem Land vollen Zugang zu gewähren.”

Obwohl noch gar keine Untersuchung stattgefunden hat, wird so getan, als träfe die Türkei überhaupt keine Schuld daran, daß es zum Abschuß eines ihrer Kampfflugzeuge im syrischen Luftraum kam.

Nach dem Massaker von Hula wird nun ein weiteres Mal ohne jede Kenntnis der Faktenlage bewußt eine Politik der Eskalation betrieben. Die Zeichen stehen auf Krieg.

Syrien: Zur Beteiligung der CIA am Waffenschmuggel

Juni 24, 2012

Am  21. Juni 2012 erschien in der New York Times ein Bericht von Karl Schmitt über die Beteiligung von Offizieren der CIA beim Waffenschmuggel nach Syrien. Als Quelle gab Schmitt namentlich nicht genannte amerikanische Offizielle sowie Offiziere arabischer Geheimdienste an. Der Bericht bietet interessante Einblicke in die Problemlage.


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Türkischer Jagdbomber im syrischen Luftraum abgeschossen

Juni 22, 2012

Die syrische Luftabwehr hat gestern offenbar ein Kampfflugzeug abgeschossen. Das türkische Militär gab an, daß eine Maschine vom Typ F-4 um 11:58 Uhr Ortszeit vom Radar verschwand und 13 Kilometer von Latakia entfernt niederging. Die Maschine sei auf einem Erkundungsflug gewesen.

Bild der SANA-Meldung

Bild der SANA-Meldung

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Syrien: Auf der richtigen Seite der Geschichte

Juni 19, 2012

Einige unbedarfte Zeitgenossen glauben immer noch an die Neutralität der westlichen Massenmedien. Sie durchschauen nicht wie Nachrichten mitunter zustande kommen. Als sie “erfuhren” daß “das Assad-Regime” Zivilisten in Hula “umgebracht hat”, stützten sich diese Berichte nur auf die im Brustton der Überzeugung verkündeten Stellungnahmen des US-Außenministeriums, das die einseitigen Schuldzuweisung durch die “Aktivisten” vorschnell übernommen hatte.

Seitdem kommt es ihnen so vor, als müsse das die Wahrheit sein. Teilweise systematisch werden relevante Hinweise und Informationen ausgeblendet, weil sie dieser “Wahrheit” widersprechen. Man sträubt sich dagegen, den letzten Stand der Erkenntnisse anzuerkennen. Freilich kann niemand ausschließen, daß sich auch daran nochmal etwas ändert. Es sieht derzeit aber nicht danach aus. Eine allgemein anerkannte Gewißheit wird es womöglich erst dann geben, wenn alle verfügbaren Zeugen im Rahmen einer von den Vereinten Nationen geleiteten Untersuchung angehört und berücksichtigt worden sind.

Dass US-Außenministerin Hillary Clinton die widersprüchlichen Angaben der Aktivisten ohne kritische Prüfung übernahm lag daran, daß US-Präsident Barack Obama den syrischen Präsidenten schon ein Jahr zuvor zum Rücktritt aufgefordert hatte — es mußte einfach stimmen. So wurde und wird die US-Regierung von ihren geliebten “Rebellen” in Syrien von einer Fehleinschätzung zur nächsten getrieben und hat immer noch keine Lösung. Frau Clinton gilt daher in den USA auch nicht als gute Außenministerin. Ihre Syrien-Politik wird scharf kritisiert, weil den US-Bürgern natürlich auffällt, daß kein tragfähiges Konzept vorhanden ist. Man erkennt und regt sich darüber auf, daß Obama das Heft des Handelns nicht in der Hand hat und ahnt daß der Präsident die Nation in eine Sackgasse geführt hat. Außer politischen Außenseitern wie dem texanischen Senator Ron Paul sagt niemand offen, wie es dazu kam.

Mitt Romney und Barack Obama

Mitt Romney und Barack Obama

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Nichterwerb der deutschen Sprache führt unweigerlich zu Benachteiligung

Februar 17, 2011

Im Februar 2008 sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan in der Köln-Arena:

Wenn Sie die Sprache des jeweiligen Landes nicht beherrschen, nicht lernen, so fallen Sie unweigerlich in eine Situation der Benachteiligung.

Das ist insofern bemerkenswert, als hier eingestanden wird, daß Benachteiligung aka. Diskriminierung objektive Gründe haben kann. Es ist wenig aussagekräftig, wenn 2009 eine EU-Studie ergab, daß 37 Prozent der “Immigranten” das Gefühl hatten “diskriminiert worden zu sein – ob bei der Suche nach einem Job, am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder an einem öffentlichen Ort”.

Es ist völlig normal, daß man bei der Arbeitsplatzvergabe schlechte Chancen hat, wenn man nicht oder nur schlecht Deutsch spricht. Ebenso sind Wohnungsvermieter zu verstehen, wenn sie türkische Wohnungsinteressenten nur ungern berücksichtigen, weil sie befürchten müssen, daß es in Folge mangelhafter Sprachkenntnisse zu allerlei Schwierigkeiten kommt.


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