Archive for the ‘Pakistan’ category

Warum Iran die Bombe kriegen sollte

Juli 10, 2012

Übersetzung des Artikels
Why Iran Should Get the Bomb. Nuclear Balancing Would Mean Stability
von Kenneth N. Waltz
erschienen in Foreign Affairs vom Juli/August 2012

Nuklearer Ausgleich bedeutet Stabilität

In den vergangenen Monaten gab es hitzige Debatten darüber, wie die Vereinigten Staaten und Israel am besten auf die nuklearen Aktivitäten des Iran reagieren können. Im Zuge dieses Streits haben die Vereinigten Staaten ihr schon davor ziemlich scharfes Sanktions-Regime gegen die Islamische Republik weiter verschärft und die Europäische Union hat im Januar angekündigt, daß sie am 1. Juli ein Embargo gegenüber Öl aus dem Iran verhängt. Trotzdem die Vereinigten Saaten, die EU und Iran jüngst zum Verhandlungstisch zurückgekehrt sind, gibt es immer noch kein richtiges Verständnis der Krise.

Soll es auch nicht. Die meisten Kommentatoren und Politiker in den USA, Europa und Israel warnen, daß ein nuklear bewaffneter Iran das schlimmste Ergebnis der gegenwärtigen Pattsituation wäre. Tatsächlich wäre das das beste Ergebnis: die Stabilität im Mittleren Osten ließe sich damit am ehesten wieder hergestellen.

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Krise in Syrien beschert dem Westen unangenehme Bettgenossen

Juli 6, 2012

Übersetzung des Artikels
Syria’s crisis is leading us to unlikely bedfellows
von Peter Oborne
erschienen am 18. Februar 2012 im britischen Telegraph

Es besteht die Gefahr, daß David Cameron und William Hague eine gefährliche und komplexe Situation unterschätzen.

Als kurz vor Weihnachten fast fünfzig Menschen von zwei Autobomben im Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet wurden, zögerten wir im Westen nicht die Angaben des staatlichen Fernsehens anzuzweifeln, wonach diese Gräueltaten von al-Qaida begangen wurden. Wir konnten der Versuchung nicht widerstehen, den syrischen Rebellen mehr Glaubwürdigkeit zuzubilligen, die komplett bestritten, daß diese Terrorgruppe in irgendeiner Weise involviert sei, und darauf bestanden, daß die Angriffe von der Regierung in zynischer Weise inszeniert worden seien, um im Ausland Sympathiepunkte zu sammeln.

Bombenanschlag in Damaskus, Bergung eines Toten

Bombenanschlag in Damaskus, Bergung eines Toten

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Obama kehrt Motive radikaler Moslems unter den Teppich

Januar 5, 2011

Übersetzung des Leitartikels der Washington Times vom 4. Januar 2011

Radikale Moslems haben vor einer koptisch-christlichen Kirche in Alexandria, Ägypten, eine Autobombe explodieren lassen, die am Samstag 21 getötet und viele andere verwundet hat. Das Weiße Haus verurteilte den Angriff als eine “barbarische und abscheuliche Tat”, schwieg aber — wie zu erwarten war — zu den jihadistischen Motiven der Täter.

Herr Obama bei seiner Rede an der Universität von Kairo im Juni 2009

Herr Obama bei seiner Rede an der Universität von Kairo im Juni 2009

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Arabische Charta der Menschenrechte

Mai 4, 2009

Ich lerne gerade, daß es neben der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam auch noch eine Arabische Charta der Menschenrechte gibt. Während die Kairoer Erklärung von 1990 von den OIC-Staaten stammt, wurde die Arabische Charta 2004 von der Arabischen Liga beschlossen.

Eine englische Übersetzung des Textes findet sich hier.

Wie die Kairoer Erklärung sieht die Arabische Charta kein Recht auf Wechsel der Religion vor. Insofern sind beide gleich schlecht und gehen mit dem UN Zivilpakt konform, der ja auch kein Recht auf Taufe für Muslime vorsieht.

Taliban bevorzugen US-amerikanische Webhoster

April 10, 2009

Die Washington Post berichtete gestern, daß afghanische Talibangruppen für ihre Kriegspropaganda besonders gerne auf US-amerikanische Webhoster zurückgreifen. Grund ist die Annonymität, die Zuverlässigkeit und die einfache Bedienbarkeit. Zwischen pakistanischen und amerikanischen Terrorbekämpfern kommt es deswegen zu Problemen. Die Amerikaner sehen darin eine gute Möglichkeit Informationen über den Feind zu gewinnen und sehen wenig Sinn darin die Seiten zu schließen, wenn sie kurze Zeit später woanders wieder auftauchen. Die Pakistani sähen die Seiten aber lieber geschlossen. Grund dürfte die Angst sein, daß die Botschaften darauf bei ihren Landsleuten auf fruchtbaren Boden fallen.

Pakistanisches Doppelspiel

März 26, 2009

Im Weblog-Sicherheitspolitik gibt es einen Bericht, den man gelesen haben sollte. Ausgehend von einem von heute stammenden Artikel in der New York Times (NYT) berichtet er über eine ganze Reihe einzelner Vorfälle in Pakistan und Afghanistan, die sich so zusammenfassen lassen, daß die USA in Afghanistan gegen sich selbst Krieg führen.

Nun mag das (zum jetzigen Zeitpunkt) eine maßlose Überspitzung sein, aber wenn die USA bei der Ausbildung pakistanischer Truppen zur Terrorbekämpfung aktiv mithelfen und diese Truppen zum Teil auch unterhalten, dann würde man nicht unbedint erwarten, daß diese und/oder andere Teile der pakistanischen Armee dann die Taliban in Afghanistan unterstützen — die dort bekanntermaßen gegen NATO-Truppen kämpfen.

Als Grund für diese widersprüchliche Konstellation wird angegeben, daß eine gewisse Abteilung des pakistanischen Geheimdiensts (ISI) heimlich mit den Taliban sympathisiert. Weiterhin heißt es, daß die Kapitulation der pakistanischen Regierung im Swat-Tal doch eher als Waffenstillstand zu sehen sei, bei dem “freie Hand für Operationen in Afghanistan im Austausch für einen Verzicht auf Anschläge innerhalb Pakistans” gewährt worden sei.

Wie die pakistanische Regierung dazu stehe sei vergleichsweise unwichtig, weil der ISI sowieso nicht unter deren Kontrolle, sondern unter der der Armee steht.

USA fürchten um Religionsfreiheit im Swat-Tal

März 26, 2009

Nachdem die pakistanische Regierung den “moderaten” Taliban im Swat-Tal die Einführung der Scharia zugestanden und dem Terror somit nachgegeben hat, fällt den USA jetzt auf, daß dadurch ja vielleicht die Religionsfreiheit bedroht sein könnte:

This hearing on religious freedom in Pakistan is important because it shows that the complex, multi-layered problems facing Pakistan, the United States, and the region cannot be solved without understanding the links between some elements of Pakistan’s government and military and the religious extremists,” said Ms. Gaer. She said Pakistan’s blasphemy laws, religious schools, apparent government tolerance of violence toward minority religions, growth in extremist organizations, and sponsorship of “anti-defamation” laws at the United Nations all constitute serious concerns.

Nicht zu glauben! Dabei sah im Bericht 2008 der selben Behörde zur Religionsfreiheit in Pakistan doch noch alles so gut aus. Daß die dortigen Christen den gesetzlosen Muslimen nach deren Gewalttaten gegen sie vergaben und darauf verzichteten den theoretisch ja durchaus bestehenden Rechtsweg  zu beschreiten, wurde da noch unter “Positive Aktivitäten zwischen den verschiedenen religiösen Gruppen zu mehr Toleranz und Förderung der Religionsfreiheit” abgeheftet.

 

Freimaurertempel zur Erinnerung an George Washington

Freimaurertempel zur Erinnerung an George Washington


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