Der Tagesspiegel berichtet, daß “die entsprechende UN-Arbeitsgruppe” der Boykottdrohung der EU nachgegeben hat und im Entwurf des Durban Abschlußdokumentes von Durban II nun einen Absatz ersatzlos gestrichen hat.
Bislang nicht gestrichen wurden demnach die Absätze, die Entschädigungszahlungen für die Nachkommen der vom transatlantischen Sklavenhandel von vor hundert Jahren Betroffenen fordern und diejenigen Passagen, mit denen die OIC-Staaten die Meinungsfreiheit über das hinaus, was schon der UN Zivilpakt vorsieht, weltweit beschränken wollen. Darauf, daß diese Beschränkungen allemal hinreichend sind, hatte schon der kanadische Vertreter vor der Abstimmung im UN Menschenrechtsrat am 28. März 2008 hingewiesen. Nachdem Kanada damals schon nicht erhört wurde, darf man davon ausgehen, daß jedenfalls Kanada an seinem Boykott festhalten wird.
Bei der “entsprechenden UN-Arbeitsgruppe” dürfte es sich um das Vorbereitungskomitee handeln, bei dem der Folterstaat Libyen den Vorsitz innehat.