Archive for the ‘Antisemitismus’ category

Alan Posener: Die Gaskammern wurden nur erfunden

Februar 8, 2010

In seinem Interview Einige sind guter als andere mit der linken Kulturzeitung “Der Freitag” anläßlich seines Rauswurfes aus der Autorengemeinschaft “Die Achse des Guten” sagte Alan Posener:

Die Gaskammern wurden nur erfunden, um die Mörder zu entlasten. Aber das nur nebenbei.

Nachdem Posener das “nur nebenbei” gesagt hat, hat bislang niemand nachgefragt, wie er das eigentlich meinte.

Dennoch: Dem Anschein nach vertritt Posener Positionen, wie sie schon der Urvater der Holocaustleugnung Paul Rassinier vertreten hatte.

In der Wikipedia steht dazu:

Außerdem würden … einige seiner ehemaligen Mithäftlinge die Schrecken und allgemeinen Zustände des Konzentrationslagers, die er im Übrigen nicht leugnet, teilweise übertrieben oder verzerrt darstellen, oder in einigen Fällen gar komplett erfinden. Des Weiteren behauptet er, dass ein Großteil der Mißhandlungen und Todesfälle eben nicht durch die SS oder auf ihre Anweisung hin geschahen, sondern von Häftlingen, die Kapos, Blockältesten, Vorarbeiter, Stubendienste etc. waren, selber begangen wurden. In dieser eigenen Täterschaft, bzw. ihrer Leugnung oder Verdrängung, sieht er auch eines der Motive für Falschdarstellungen und Übertreibungen von ehemaligen Häftlingen, die damit versuchten von sich und ihrer Verwicklung in Grausamkeiten abzulenken.

Hitler nicht im Nachhinein zum Erfolg verhelfen

Juli 15, 2009

In ihrer Antwort auf eine Anfrage des parteilosen Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche lehnte die Bundesregierung unter Angela Merkel eine Ergänzung des Kampfes gegen Rechtsextremismus, um eine Entsprechung gegen Linksextreme ab.

Was am 3. Oktober 2000, dem Tag der Deutschen Einheit begann, hat nun also auch durch die Union seine Bestätigung gefunden. Der Brandanschlag auf die Synagoge in Düsseldorf am Vortag wurde von den Qualitätsmedien damals kurzerhand Rechtsradikalen in die Schuhe geschoben worden, worauf unisono das Erinnerungsgeläut ertönte. (mehr…)

Iran: Was Ahmadinedschad und Hitler eint

Juni 25, 2009

Im Streit um die Frage, wie Weltführer Obama gleichzeitig die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten Irans und seine Solidarität mit der iranischen Opposition in Worte hätte packen sollen, schlagen sich derzeit linksliberale und konservative Kosmopoliten gegenseitig die Köpfe ein

“Softpower oder hardpower?” ist die Frage, die sie wälzen …

Weshalb sie zu keiner ordentlichen Analyse imstande sind, erkennt man Seitenhieben wie diesem, der Jürgen Trittin galt:

es könnte allerdings auch sein, dass ein Antagonismus zwischen Volk und Führung einem deutschen Hirn einfach nicht zu vermitteln ist

Auf meine Frage im Kommentarbereich dort:

Woher dieser Selbsthass? Wer seine eigene Nation haßt, der kann auch in seinem Einsatz für die iranische Nation nicht glaubwürdig sein.

kriege ich zur Antwort:

Womöglich schreiben hier auch Leute, die eher am Wohl von Menschen denn an Nationen interessiert sind.

Man ist also dermaßen von seinem Internationalismus eingenommen ist, daß man völlig vergißt, daß an erfolgreiche internationale Politik gar nicht zu denken ist, wenn man auf nationaler Ebene versagt, weil man sie ideologisch ausblendet.

Für das Gros der Menschen im Iran ist die internationale Politik nicht der Dreh- und Angelpunkt. Würde Mussawi sich scheuen von der “iranischen Nation” zu sprechen, dann hätte er nie eine Chance auf einen Wahlsieg gehabt. Auch Chamenei bemüht sich diesen Begriff zu besetzen. Daß er das kann, liegt daran, daß die islamische Revolution von 1979 keinesweg nur eine schiitisch-internationalistische Komponente hatte. Letztlich ist es doch so, daß die Schwäche der jetzigen iranischen Führung gerade in ihrem Internationalismus besteht, der sich in der Unterstützung von Hamas und Hisbollah niederschlägt. So darnieder, wie die Wirtschaft dort ist, muß den Iranern das schon lange zum Hals heraushängen.

Man kann die Situation des Iran von heute durchaus mit der der Sowjetunion in ihrem Endstadium vergleichen: Wer etwa in Jekaterinburg lebte, der mußte schon ordentlich mit Ideologie vollgepumpt gewesen sein, daß er im Krieg in Afghanistan überhaupt einen Sinn gesehen hatte. Deshalb war es auch folgerichtig, daß das Nationale dort nach dem schmählichen Abzug aus Afghanistan eine so starke Aufwertung erfuhr.

Wer den Iran knacken will, der sollte sich die iranische Politik als einen Balanceakt zwischen “National-Schiiten” und “International-Schiiten” vorstellen. Wer im Iran national denkt, der wird weniger empfänglich für den Bazillus des Mahdi-Mystizismus sein, der die nuklearen Ambitionen des Iran überhaupt erst zur Gefahr werden läßt. Die eigentlichen Verbündeten der friedliebenden Menschen weltweit sind daher nicht die englisch sprechenden kosmoplitischen Studenten, sondern das nationale Lager im Iran. Bodenständige Menschen tendieren nämlich nicht dazu in anderen Ländern Krieg zu führen.

Man braucht auch keine Angst zu haben, daß der Vergleich von Ahmadinedschad mit Hitler dann nicht mehr funktionieren würde. Hitler war zwar Nazi, aber wäre er nicht auch gleichzeitig Internationalist gewesen, dann hätte er keinen Weltkrieg geführt, um das auszurotten, was er für das Böse hielt. Die Gemeinsamkeit von Ahmadinedschad mit Hitler ist, daß beide sich in einer Weltmission sehen.

Taliban bevorzugen US-amerikanische Webhoster

April 10, 2009

Die Washington Post berichtete gestern, daß afghanische Talibangruppen für ihre Kriegspropaganda besonders gerne auf US-amerikanische Webhoster zurückgreifen. Grund ist die Annonymität, die Zuverlässigkeit und die einfache Bedienbarkeit. Zwischen pakistanischen und amerikanischen Terrorbekämpfern kommt es deswegen zu Problemen. Die Amerikaner sehen darin eine gute Möglichkeit Informationen über den Feind zu gewinnen und sehen wenig Sinn darin die Seiten zu schließen, wenn sie kurze Zeit später woanders wieder auftauchen. Die Pakistani sähen die Seiten aber lieber geschlossen. Grund dürfte die Angst sein, daß die Botschaften darauf bei ihren Landsleuten auf fruchtbaren Boden fallen.

Gründe und Folgen der Besessenheit

April 5, 2009

Bei Kewil gibt es einen Kommentar von Leon de Winter, in dem es um die Frage geht, weswegen Europa dem Konflikt in Palästina und der “palästinensischen” Sicht so viel mehr Aufmerksamkeit schenkt, als all den Tragödien an anderen Orten der Welt. Er sieht darin den unbewußten Versuch, sich von der Judenverfolgung während der Nazizeit und Jahrhunderte davor irgendwie frei zu machen.

Ein wertvoller Debattenbeitrag, wie ich finde. Es wäre besser, wenn man Israel als ganz normale Nation sehen würde. Leider ist es nicht jedem gegeben, das so zu sehen.

Palästinensiches Volksfest in Rafah

Pogromstimmung in Rafah

Besonders schlimm ist, daß unter dieser Besessenheit auch Muslime leiden müssen, die durch Gottes Gnade den Weg zu Christus gefunden haben, wenn sie sich in Prozessen anhören müssen, daß ihre Konversion Teil eines “US-zionistischen Angriffs auf den Islam” sei.


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