Archive for the ‘Ägypten’ category

Makarios, Nilus und Gregor vom Sinai

Oktober 8, 2012

Übersetzung von
Macarius, Nilus & Gregory of Sinai

Makarios der Ägypter (300-391) schreibt beispielsweise, daß Satan denen, die auf Vision aus sind, als Engel des Lichts (2. Korinther 11, 14) erscheint, um in ihnen eine hohe Selbstmeinung als einem Visionär des Göttlichen zu nähren und sie mit durch diesen Hochmut in die Zerstörung zu führen. Nilus der Ältere († 430), ein Schüler von Johannes Chrysostomos, lehrt, daß der Verstand “taub und stumm während des Betens” sein soll …

“Wenn du betest”, schreibt er, “entwickle keinerlei Vorstellung von Gott und erlaube deinem Verstand keinerlei Bilder…” Nilus warnt nicht mal Bilder oder Visionen zu begehren, “Begehre nicht irgendwelche Gesichte oder Bilder während des Gebets zu schauen. Begehre keine Engel zu schauen oder Mächte oder Christus, damit du nicht verrückt wirst, wenn du einen Wolf als Hirten angenommen und böse Geister angebetet hast.”

In selber Weise gibt ein weiterer östlicher Kirchenvater, Johannes Klimakos (525-606), an, daß wenigstens einige Visionen und Offenbarungen vom Dämon des Stolzes stammen, der sie benutzt, um Hochmut in den Verehrern zu sähen und zu nähren …

Wenn sich der Dämon des Stolzes in seinen Dienern eingerichtet hat, dann erscheint er ihnen im Traum oder in einer Vision als ein Bild des Engels des Lichts oder als ein Märtyrer, gibt ihnen Offenbarungen zu Mysterien, gleich einem Geschenk der [geistigen] Gabe, damit diese Unglücklichen, die der Versuchung erlagen, völlig den Verstand verlieren.

Einer der Sinaiväter, Gregor (1260-1346), zeigt eine ungebrochene Kontinuität der patristischen Gebetstratidtion und fährt fort vor mentalen Bildern während des Gebets zu warnen …

Nimm es nie an, wenn Du irgendetwas physisches oder geistiges siehst, in dir oder außerhalb, selbst wenn es das Bild Christi ist oder ein Engel oder irgendein Heiliger oder wenn Dir ein Licht erscheint oder in Deiner Seele. Sie Seele hat eine natürliche Einbildungskraft und kann leicht ein Phantombild von einer Sache erzeugen, wenn sie es ersehnt … In der selben Weise, zeigt eine Rückbesinnung guter oder schlechter Sachen ihre Bilder in der Seele und führt den Verstand zu Einbildungen …

An einer anderen Stelle wiederholt Gregor von Sinai die gleiche Warnung sogar noch eindringlicher …

Wenn Du die Aufgaben [des Gebets] verrichtest und Du Licht oder Feuer außerhalb oder innerhalb [Dir selbst] siehst, oder beispielsweise ein Gesicht Christi oder einen Engel oder irgendetwas anderes — nimm es nicht an, damit Du keinen Schaden erleidest. Und schaffe Dir keine Bilder; und die die von sich aus kommen — akzeptiere sie nicht, und erlaube Deiner Seele nicht sie zu behalten.

Wofür und wogegen in Syrien gekämpft wird

Juni 24, 2012

Etwas Dämonisches wohnt der politischen, diplomatischen und demnächst möglicherweise auch massiven militärischen Unterstützung bewaffneter Aufständischer und Terroristen in Syrien durch die NATO-Staaten inne; ebenso dem heutigen Sieg der Moslembrüder in Ägypten. “Demokratie”, Volksherrschaft, steht auf dem Banner für das wir streiten und uns begeistern sollen.

Einige weigern sich beharrlich sich dafür zu begeistern. — Warum?

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Syrien: Zur Beteiligung der CIA am Waffenschmuggel

Juni 24, 2012

Am  21. Juni 2012 erschien in der New York Times ein Bericht von Karl Schmitt über die Beteiligung von Offizieren der CIA beim Waffenschmuggel nach Syrien. Als Quelle gab Schmitt namentlich nicht genannte amerikanische Offizielle sowie Offiziere arabischer Geheimdienste an. Der Bericht bietet interessante Einblicke in die Problemlage.


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Russland weist USA auf Verbot für Waffenlieferungen nach Libyen hin

März 20, 2011

Nachdem am 17. März 2011 bekannt wurde, dass Ägypten „seit ein paar Tagen” Munition und Waffen an die Aufständischen liefert, wies das russische Außenministerium die USA auf das Verbot von Waffenlieferungen nach Libyen hin. Der UN-Sicherheitsrat hatte mit dem Beschluss der Resolution 1970 am 26. Februar 2011 auch ein allgemeines Waffenembargo über Libyen verhängt.

Rebellen in Ost-Libyen

Rebellen in Ost-Libyen

Versuche dem Mittleren Osten Demokratie aufzudrängen werden islamische Radikalisierung verstärken

März 9, 2011

Interfax, Moskau, 9. März 2011: Die vom Westen betriebenen Versuche, den von Konflikten gebeutelten Ländern des Mittleren Ostens und Nordafrikas die Demokratie zu bringen wird die islamische Radikalisierung verstärken, sagte der Ständiger Vertreter Rußlands bei der NATO, Dmitri Rogosin.

“Alle Revolution werden von linksradikalen Elementen gestartet. Beim Kampf um die Macht mögen sie pro-demokratische Parolen benutzen. Aber das gleiche beobachten wir schließlich beim islamischen Radikalismus”, sagte Rogosin in einem Interview mit dem Fernsehsender Rossija 24.

Dmitry O. Rogosin

Dmitry O. Rogozin

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Dokumente belegen Komplizenschaft der ägyptischen Staatssicherheit beim Terroranschlag in Alexandria

März 5, 2011

Für den Verdacht des ägyptischen Anwalts und Menschenrechtlers Mamdouh Nakhla, daß die ägyptische Staatssicherheit als Komplize bei dem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria am Neujahrstag mitgewirkt hat, scheinen nun Beweise aufgetaucht zu sein. Nach einem Bericht von al-Arabiya sollen im Hauptquartier des ägyptischen Geheimdienstes in Alexandria nun offizielle Dokumente gefunden worden seien, die Pläne für einen Angriff auf koptische Kirchen bestätigen.

 

Demonstranten Hauptgebäude der ägyptischen Staatssicherheit

Demonstranten Hauptgebäude der ägyptischen Staatssicherheit

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Mohammed el-Baradei zum politischen Islam

Januar 28, 2011

Einen Tag bevor der langjährige Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und Friedensnobelpreistäger Mohammed el-Baradei gestern den ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak zum Rücktritt aufforderte und nach Ägypten zurückflog, hatte er einen Artikel für die Newsweek verfasst, in der er US-Aussenministerin Hillary Clinton schwere Vorwürfe wegen deren zu zurückhaltender Kritik am Verlauf der ägyptischen Parlamentswahlen im November 2010 machte.

Mohammed El-Baradei

Mohammed El-Baradei

Auch zum politischen Islam äußerte sich el-Baradei in diesem Artikel:

Sie im Westen haben sich natürlich der Idee verschrieben, daß es in der arabischen Welt nur die Wahl zwischen autoritären Regimen und islamistischen Dschihadisten gibt. Das ist offensichtlich fingiert. Es gibt, wenn wir über Ägypten sprechen, die ganze Palette, so breit wie der Regenbogen, von Leuten, die säkular, liberal, markt-orientiert sind, und wenn Sie diesen Leuten eine Chance geben, dann werden die sich selbst organisieren, um eine Regierung zu wählen, die modern und moderat ist. Sie brennen nur so darauf, mit dem Rest der Welt gleichzuziehen.

Sie sollten mal ein wenig genauer hinsehen, anstatt den politischen Islam andauernd mit al-Qaida gleichzusetzen. Geschichtlich gesehen wurde der Islam 20 oder 30 Jahre nach dem Propheten gekapert und in einer Weise interpretiert, daß dem Herrscher absolute Macht zukommt und er nur Gott gegenüber rechenschaftspflichtig ist. Für den Herrscher, wer immer auch das ist, ist das natürlich eine sehr bequeme Interpretation. Es ist gerade mal ein paar Wochen her, daß der Führer einer Gruppe ultra-konservativer ägyptischer Muslime eine Fatwa, einen religiösen Erlass, herausgegeben hat, in dem ich zur “Busse” für das Anstiften der öffentlichen Opposition gegen Präsident Hosni Mubarak aufgerufen wurde, und erklärt wurde, daß der Herrscher das Recht hat mich zu töten, wenn ich nicht davon ablasse. Es sind Sachen dieser Art, die uns ins Mittelalter führen. Aber war auch nur ein einziges Wort des Protestes oder der Zurückweisung von der ägyptischen Regierung zu hören? Nein.


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